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GamesDays 2007 - Wie Serious Games das Lernen fördern

08.05.2007
Als fester Bestandteil unseres Alltags dienen Computerspiele schon lange nicht mehr alleine der Unterhaltung. Integriert in Lernanwendungen und Simulationen, eingesetzt in der Aus- und Weiterbildung oder in Bereichen wie Sport, Gesundheit, Werbung und Marketing helfen sie dabei, spielerisch Wissen zu vermitteln, Marken zu etablieren oder gesellschaftliche Themen zu präsentieren.

Die so genannten Serious Games stehen auch im Mittelpunkt der GameDays 2007, die das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, hessen-it und weiteren Partnern aus Industrie und Forschung in Darmstadt veranstaltet. Am 31. Mai und 1. Juni 2007 bieten die GameDays Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein Informations- und Kooperationsforum zu den neuesten Trends auf dem Gebiet der Computerspiele und Serious Games. Am 2. Juni 2007 (Familientag, Eintritt frei) können Hobby-Spieleentwickler und Nachwuchstalente einen Blick hinter die Kulissen werfen und dabei selbst ein Computerspiel entwickeln. Erwachsene/Eltern erfahren mehr über Virtuelle Räume wie beispielsweise "Second Life" oder den verantwortungsbewussten Umgang mit Computerspielen.

Computerspiele sind schon lange nicht mehr nur ein Zeitvertreib. Längst haben Industrie und Forschung das Potenzial von Computerspielen sowie der ihnen zugrunde liegenden Technologien und Prinzipien für "seriöse Anwendungsfelder" entdeckt. Game-Konzepte werden vor allem dazu eingesetzt, Lernangebote attraktiver zu gestalten, Nutzern Anwendungen und Handlungsabläufe schnell und einfach zu erklären und Wissen auf spannende Art und Weise zu vermitteln.

Spielerisch sorgen sie für mehr Aufmerksamkeit und Verständnis, sie motivieren, faszinieren und müssen selten erklärt werden. Die Anwendungsfelder dieser so genannten Serious Games umfassen Aus-, Weiter- und Fortbildung, Training und Simulation, Edutaiment, Tourismus, Cultural Heritage, Gesundheit und Sport oder auch Marketing und Werbung.

Die GameDays werden 2007 zum dritten Mal ausgerichtet und stehen dieses Jahr ganz im Zeichen der Serious Games. Das Programm umfasst Fachvorträge zu wirtschaftlichen und forschungsrelevanten Aspekten, Trends und Technologien sowie Live-Präsentationen von aktuellen Titeln. Spezielle Workshops und Diskussionsrunden erlauben einen tiefen Einblick in die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Serious Games.

31. Mai 2007: Serious Games - Mehr als eine Marktnische?

Dass Computerspiele und Serious Games eine ernst zu nehmende Branche mit viel Potenzial darstellen, davon berichten zu Beginn der GameDays, nach einem einleitenden Grußwort des Hessischen Wirtschaftsministeriums, Frank Holz von der 10TACLE STUDIOS AG und Steffen P. Walz von der ETH Zürich. Sten Hübler von Crytek zeigt anhand des Titels Crysis den aktuellen Stand der Technologie und der Nutzung von Computergraphik in Computerspielen. Prof. Slusallek von der Universität Saarbrücken stellt demgegenüber aktuelle Ergebnisse der Forschung auf dem Gebiet des Ray-Tracing vor. Vom Einsatz der Spieleanwendungen in Training und Simulation berichten neben anderen Udo Sonne von der Deutschen Lufthansa AG, Uwe Katzky von Ray Sono und Armin Burger von Deck13. Zudem präsentieren Christian von Eichel-Streiber und Gisela Buschmann von Union Investment sowie Dirk Krause von Pixelpark, wie Serious Games in der Werbung und für neue Medienformate genutzt werden können. Im abschließenden Vortrag des ersten Tages entführt Renate Grof von T-Online die Teilnehmer in das Metaversum "Second Life", bevor dann beim Social Event das Cybernarium besucht wird und musikalische Klänge aus einem gameboy erklingen.

1. Juni 2007: Besser lernen mit Spielen!?

Am zweiten Tag stellt Thomas Dlugaiczyk von der GAMES ACADEMY in seinem Vortrag Ausbildungsmöglichkeiten zum Spieleentwickler vor. Christian Flory von hessen-it und Stefan Göbel vom Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. geben anhand der Initiative "games@Hessen" einen Überblick über die Games-Aktivitäten seitens Forschung und Industrie in Hessen und speziell in der Rhein-Main-Region. Stephan Winter von Limbic Entertainment, Ulrich Wechselberger von der Universität Koblenz-Landau sowie Regina Bruder von der Technischen Universität Darmstadt beschreiben Edutainment-Anwendungen und Lernspiele, so genannte Educational Games, aus technischer und pädagogischer Sicht und stellen Möglichkeiten zu deren qualitativer Bewertung vor. Am Nachmittag findet der Workshop "The PISA Quest - Besser Lernen von und mit Games?" statt, den Simon Egenfeldt-Nielsen von Serious Games Interactive mit einer Keynote eröffnet. Im Kontext des Workshops werden aus wissenschaftlicher Sicht Methoden und Konzepte von Lernspielen analysiert. Die Referenten beschreiben zudem weitere Beispiele für den Einsatz von Serious Games in Training und Simulation, beispielsweise in den Bereichen Katastrophenmanagement, Brandbekämpfung oder berufliche Bildung.

Reinhold Schmucker von der BARMER und Josef Wiemeyer von der Technischen Universität Darmstadt gehen auf das Thema Gesundheit und Sport ein und stellen Nutzungsmöglichkeiten der Serious Games für spielerisches Bewegungslernen und Gesundheitsprävention vor. In der abschließenden Podiumsdiskussion stellen sich Vertreter aus Forschung und Industrie der Fragestellung "Serious Games - mehr als ein Nischenmarkt?"

2. Juni 2007: Familientag - Demos, Vorträge und Kurse

Am Samstag, den 2. Juni gibt es Live-Demos und Vorträge für Jedermann. Familien mit Kindern können einen Blick hinter die Kulissen werfen und verschiedene Spiele und Konsolen, darunter auch Nintendo wii und Microsoft X-box, ausprobieren. Der Nachmittag bietet zahlreiche Workshops für Familien, Kinder und jugendliche Nachwuchstalente. Sie können hier zum Beispiel die Virtuelle Welt "Second Life" erkunden, etwas über den verantwortungsbewussten Umgang mit Computerspielen erfahren oder in wenigen Stunden ein eigenes Computerspiel entwickeln. Der Eintritt ist bis auf die Workshops an diesem Tag frei.

Ein detailliertes Programm der GameDays 2007, Beschreibungen der Vorträge, Referenten, Demonstrationen und Exponate, die Teilnahmegebühren und ein Anmeldeformular erhalten Sie im Internet unter http://www.zgdv.de/GameDays2007

Ansprechpartner:
Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V.
Abteilung Digital Storytelling
Dr. Stefan Göbel
Telefon: +49 61 51/1 55-6 32
E-Mail: stefan.goebel@zgdv.de
Die GameDays 2007 werden u. a. unterstützt durch:
- Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. Darmstadt
- Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
- INI-GraphicsNet
- hessen-it
- Technische Universität Darmstadt (Forschungsschwerpunkt Graphische Datenverarbeitung / Forschungsschwerpunkt E-Learning)
- Nintendo of Europe GmbH
- Microsoft Deutschland GmbH
- Conitec Datensysteme GmbH
- BARMER Ersatzkasse
- Leos Spielpark
- Cybernarium
Kurzprofil INI-GraphicsNet
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy und IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), den Omaha Graphics and Media Laboratories (OGM Labs) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2006 über 38 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.zgdv.de/GameDays2007

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