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Europäische Windenergiekonferenz 2007 in Mailand

07.05.2007
Michael Müller: Windenergie ist Rückgrat einer nachhaltigen europäischen Stromversorgung

Anlässlich der heute in Mailand eröffneten Europäischen Windenergie-Konferenz EWEC 2007 hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, die Bedeutung der Windenergie für den Ausbau der erneuerbaren Energien unterstrichen. „Die EU-Regierungschefs haben beschlossen, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch der EU auf 20 Prozent zu erhöhen. Um das zu erreichen, müssen im EU-Durchschnitt die Erneuerbaren im Stromsektor auf rund 34 Prozent kommen. Ich bin davon überzeugt, dass wir dazu das volle Potenzial der Windenergie an Land und auch auf See erschließen müssen“, sagte Müller in seiner Eröffnungsrede vor rund 3.000 Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern aus Politik, Industrie und Wissenschaft.

Alle erneuerbaren Energien zusammen erzeugen derzeit gut 15 Prozent des Gesamtstromverbrauchs der EU. Nach der Wasserkraft ist die Windenergie zusammen mit der Biomasse eine der wichtigsten regenerativen Energiequellen. Ende 2006 waren Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 48.000 Megawatt in den 27 EU-Mitgliedstaaten installiert, davon mehr als 20.000 Megawatt allein in Deutschland. Bislang nur unzureichend erschlossen für die Windkraft sind Europas Meere. Nach Branchenangaben könnte alleine die Windenergienutzung auf See rund 13 Prozent des europäischen Stromverbrauchs im Jahr 2030 decken.

Das Bundesumweltministerium hatte deshalb im Februar die EU-Mitgliedstaaten zu einer Tagung über die Offshore-Windenergienutzung nach Berlin eingeladen. In der dort verabschiedeten ‚Berliner Erklärung’ wird aufgezeigt, wie die Rahmenbedingungen für die Offshore-Windenergie in Europa verbessert werden können. „Eine zentrale Forderung ist darin, dass die Regierungen bei der Ausgestaltung der nationalen Ziele für den Strombereich ihr enormes Potenzial der Offshore-Windenergie einbeziehen und den zu erwartenden Beitrag in ihrem jeweiligen Nationalen Aktionsplan quantifizieren“, erinnerte Müller. Die EU-Kommission sollte die offenen Fragen der Offshore-Windenergie umfassend untersuchen und „sie könnte mit einem Europäischen Aktionsplan zu Offshore-Windenergie der Entwicklung den nötigen Schub verleihen“, so Müller.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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