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Mikrokalk - die kleinsten Brustkrebszeichen werden neu bewertet

30.04.2007
350 Mammographie-Experten treffen sich am 5. Mai 2007 in Frankfurt am Main, um im Kampf gegen Brustkrebs gemeinsame Standards zur Beurteilung von Verkalkungen in der Brust zu erarbeiten.

Je früher ein Brustkrebs oder sein Vorstadium entdeckt wird, desto größer ist die Heilungschance für die betroffene Frau. Von dieser Erkenntnis wurde die Einführung des bundesweiten Mammographie-Screenings geleitet. Basis der Beurteilung, ob ein begründeter Verdacht auf bösartige Veränderungen vorliegt, ist das Röntgenbild. Hier erkennt der geschulte Arzt an bestimmten Zeichen und Strukturen, ob die Patientin zu einer weiteren Verdachtsabklärung einbestellt werden soll. Ein äußerst wichtiges Zeichen für den befundenden Arzt sind dabei kleine Kalkeinsprengsel in den Milchgängen der weiblichen Brust, der so genannte Mikrokalk.

Anhand der Lage und der Struktur des Mikrokalks kann der Arzt bestimmen, mit welcher Wahrscheinlichkeit bösartige Veränderungen vorliegen und welche weiteren Schritte notwendig wären. Die Beurteilung der Mikrokalk-Strukturen erfordert große Erfahrung in der Interpretation von Röntgenbildern, da schon geringe Unterschiede in Form und Verteilung des Mikrokalks eine ganz andere Beurteilung des Befundes bedeuten können.

Am 5. Mai 2007 treffen sich in den Sälen der IHK Frankfurt 350 in der Brustkrebsdiagnostik erfahrene Ärzte aus ganz Deutschland zum ersten Konsensustreffen dieser Art in der Mammadiagnostik. Ziel dieses Treffens, an dem die Vertreter der Referenzzentren sowie zahlreiche programmverantwortliche Ärzte für das Mammographie-Screening teilnehmen, ist es, den gegenwärtigen Wissensstand abzuklären. Wichtigste Aufgabe der Teilnehmer wird jedoch sein, gemeinsame Standards für die Brustkrebsdiagnostik zu erarbeiten. Um den Sachverstand aller anwesenden Experten einzubringen, werden alle Teilnehmer mit Sendern ausgestattet, die es ihnen erlauben, über bestimmte Vorschläge und Fragen der Experten sofort per Knopfdruck abzustimmen. Damit ist sichergestellt, dass die Erfahrungen aus der täglichen Praxis in die Festlegung der Untersuchungsstandards einfließen können.

"Wenn wir unsere Erfahrung bündeln und uns auf allgemein akzeptierte Standards festlegen, gewinnen wir für die gefährdeten Frauen lebenswichtige Zeit und ersparen anderen unnötige Nachuntersuchungen oder fragwürdige Biopsien", konstatiert Prof. Müller-Schimpfle (Frankfurt), der wissenschaftliche Leiter dieser Veranstaltung.

Prof. Dr. Markus Müller-Schimpfle, für die Radiologie zuständiger Chefarzt an den Städtischen Kliniken Frankfurt-Höchst, Stv. Leiter des dortigen EUSOMA Brustzentrums und Partner der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Mainzer Landstrasse/Höchst, hat das Konsensustreffen Mikrokalk in Zusammenarbeit mit der AG Mammadiagnostik der Deutschen Röntgengesellschaft vorbereitet. Die Organisation dieser wichtigen Veranstaltung hat die Deutsche Röntgengesellschaft/Akademie für Fort- und Weiterbildung in der Radiologie übernommen.

Veranstaltungsdaten:

Samstag, den 5. Mai 2007
Beginn: 8:45 Uhr
IHK Frankfurt
Börsenplatz
Kontaktadresse:
Chefarzt Prof. Dr. med. Markus Müller-Schimpfle
Radiologisches Zentralinstitut
Städt. Kliniken Frankfurt/M-Höchst
Gotenstraße 6-8
65929 Frankfurt/Main
Tel.: 069/3106-2818
eMail: mms@skfh.de
Bernhard Lewerich
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Straße des 17. Juni 114
10623 Berlin
Tel. 030 916 070 12
eMail: blewerich@drg.de

Bernhard Lewerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.drg.de

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