Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Tagung zur neuesten Laser-Forschung an der Universität Wien

20.04.2007
Mit dem "8th International Symposium on Laser Precision Microfabrication" (LPM 2007) werden erstmals die High-Tech-Gebiete Ultrakurzpuls-Laser-Technologie, Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie öffentlich nach Wien gebracht. Vom 24. bis 28. April tagen im Hauptgebäude der Universität Wien führende Lasertechnologie-Gruppen vor allem aus Japan, den USA und Deutschland. Es werden 250 TeilnehmerInnen erwartet.

Das LPM-Symposium, das bisher vorwiegend in Japan und den USA stattfand, kommt nun das zweite Mal nach Europa und hat 2007 Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie als Themenschwerpunkte. Auf dieser High-Tech-Konferenz finden sogenannte Special Sessions statt, wie z.B.: "Applications of Femtosecond Lasers in Materials Science", "3D Micro- and Nanomachining", und "Advanced Laser Systems and Optics". Dazu kommen die Weltkapazitäten auf diesen Gebieten nach Wien.

Wien - Standort für High-Tech-Laserforschung

Hauptinitiator der internationalen Tagung ist Wolfgang Kautek, Vorstand des Instituts für Physikalische Chemie an der Universität Wien. Kautek, dessen Spezialgebiet die Anwendung ultrakurzer Laserpulse ist, setzte sich erfolgreich für den Konferenzstandort Wien ein. "In Österreich haben mittelständische Pionier-Betriebe, wie z.B. Femtolasers Produktions GmbH in Wien oder High Q Laser Production GmbH in Vorarlberg auf dem Gebiet der Femtosekunden-Laser weltweit Anerkennung für ihre Bahn brechenden Produkte gefunden. Das LPM 2007 unterstreicht den Forschungs- und Hochtechnologie-Standort Wien auf dem Gebiet der Photonics", so Kautek, und weiter: "Wir tagen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Deutschland, dem Weltführer auf dem Gebiet der Laser-Technologie."

... mehr zu:
»LPM »Laserpuls »Nanotechnologie

Femto-Laser für Innovationen in Medizin, Industrie und Restaurierungsverfahren

Der Vorteil von Femto-Lasern gegenüber normalen Lasern liegt in den extrem kurzen Lichtimpulsen. Eine Femtosekunde beschreibt den billiardsten Teil einer Sekunde. Mit diesem Verfahren werden zum Beispiel Eingriffe an der menschlichen Hornhaut durchgeführt. Die Energie des Laserstrahls wirkt im Inneren der Hornhaut in einer vorher bestimmten Tiefe mit einer Wirkdauer von einigen hundert Femtosekunden (1 Femtosekunde = 0,000.000.000.000.001 s). Jeder Laserpuls erzeugt eine Mini-Gasblase, die das Gewebe trennt (Photodisruption). Durch tausende, computerplatzierte, Reihe um Reihe nebeneinander liegende Laserpulse sind dreidimensionale hochpräzise Laserschnitte im Hornhautinneren möglich. Mit dem Femtosekundenlaser lässt sich Gewebe extrem exakt und praktisch ohne Wärmeentwicklung schneiden. Durch die geringere Wärmeentwicklung und die verminderten Vibrationen können beispielsweise auch die Schmerzen bei Zahnbehandlungen deutlich reduziert werden.

Mit einer Kombination von speziellen Mikroskopen aus der Nanotechnologie und Femto-Lasern wird daran gearbeitet, Lichtimpulse auf molekularem Niveau präzise an ihr Ziel zu bringen. Dadurch wird u.a. der Aufbau diverser Nanostrukturen auf Oberflächen und nicht zuletzt das Manipulieren von Biomolekülen denkbar. Die Autoindustrie hingegen ist vor allem an den Vorteilen bei der Herstellung von Kraftstoff sparenden Einspritzdüsen interessiert.

Femto-Laser revolutionieren auch Restaurierungsverfahren: Wolfgang Kautek arbeitet in Kooperation mit dem Österreichischen Staatsarchiv und dem Bundesdenkmalamt an der Reinigung von mittelalterlichen Handschriften und alten Papieren.

Tagungsorganisation

Organisiert wurde die Tagung von Wolfgang Kautek, Vorstand des Institutes für Physikalische Chemie der Universität Wien und Mitglied der Gesellschaft Österreichischer Chemiker GÖCh-Vorstandes (GÖCh), und Dieter Schuöcker, Vorstand des Instituts für Umformtechnik und Hochleistungslasertechnik der Technischen Universität Wien. Auf japanischer Seite unterstützen die "Japan Laser Processing Society" (JLPS), das "National Institute of Advanced Industrial Science and Technology" (AIST) und "The Institute of Physical and Chemical Research" (RIKEN) die Organisation des Symposiums.

In einer Teilsitzung der LPM 2007 wird diesmal auch die "European Conference on Applications of Femtosecond Lasers in Materials Science", die FemtoMat 2007, stattfinden.

Weitere Information und Programm unter: http://cms.univie.ac.at/lpm2007

Kontakt
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Kautek
Institut für Physikalische Chemie
Universität Wien
1090 Wien, Währinger Straße 42
T +43-1-4277-524 70
M +43-664-602 77-524 70
wolfgang.kautek@univie.ac.at
Rückfragehinweis
Mag. Veronika Schallhart
Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement
Universität Wien
1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1
T +43-1-4277-175 30
M +43-664-602 77-175 30
veronika.schallhart@univie.ac.at

Alexandra Frey | idw
Weitere Informationen:
http://public.univie.ac.at
http://cms.univie.ac.at/lpm2007

Weitere Berichte zu: LPM Laserpuls Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise