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Forschung gelingt nur gemeinsam

16.04.2007
Die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission verstärkt Kooperation mit deutschen Forschungseinrichtungen

Anlässlich des deutschen EU-Ratsvorsitzes veranstaltete die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC) mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung heute eine hochrangig besetzte Tagung in Berlin. Die Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten die Zusammenarbeit des JRC mit deutschen Organisationen in aktuellen Bereichen wie Energie, Klimawandel und Verbraucherschutz. Darüber hinaus wurde ein Kooperationsabkommen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung unterzeichnet und großes Potential für gemeinsame Projekte im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm aufgezeigt (2007-2013).

Als integraler Teil der Europäischen Kommission unterstützt das JRC die EU-Politik mit wissenschaftlichen und technischen Grundlagen. JRC-Generaldirektor Dr. Roland Schenkel, einer der ranghöchsten deutschen EU-Beamten, dazu: „Um das Motto des deutschen EU-Ratsvorsitzes abzuwandeln: Auch Forschung gelingt nur gemeinsam. Um unserem Auftrag gerecht zu werden, benötigen wir starke Partner in den Mitgliedsstaaten. In Deutschland haben wir dabei mit über 200 Partnerorganisationen unser größtes nationales Netzwerk.“

Themen: Energie, Klimawandel, Verbraucherschutz, innere/äußere Sicherheit
Das Programm der Veranstaltung reflektierte dabei auch die politischen Prioritäten des deutschen EU-Ratsvorsitzes: Experten aus deutschen Forschungseinrichtungen und dem JRC diskutierten unter anderem die Themen europäische Energiepolitik sowie Umwelt & Klimawandel. Hier konzentriert sich das JRC auf die Zertifizierung von photovoltaischen Modulen, die Sicherheitsforschung an Wasserstoff/Brennstoffzellen und Kernenergie sowie statistischen Modellen und Datenbanken zur Sicherheit der Energieversorgung und zum Einfluss von Energiequellen auf die zukünftige Temperaturentwicklung. Weitere Vorträge behandelten die Bereiche Gesundheit und Verbraucherschutz sowie innere und äußere Sicherheit, ebenfalls Kernkompetenzen des JRC.

Das JRC und Deutschland

Mehr als 200 deutsche Universitäten, Forschungszentren, Unternehmen und Behörden arbeiten mit dem JRC in gemeinsamen EU-geförderten Projekten oder Forschungsnetzwerken zusammen. Die heutige Veranstaltung hat die bereits sehr guten Forschungsbeziehungen weiter vertieft und wird zu gemeinsamen Projekten im 7. EU-Forschungsprogramm führen.

Das Institut für Transurane, eines der sieben JRC-Forschungsinstitute, befindet sich in Karlsruhe und wird von Prof. Thomas Fanghänel, einem deutschen Chemiker, geleitet. Elke Anklam, Chemie-Professorin aus Deutschland, leitet das JRC-Institut für Gesundheit und Verbraucherschutz in Ispra, Italien.

Aktuelle Entwicklungen: Verstärkte Zusammenarbeit im Verbraucherschutz
Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein Kooperationsabkommen zwischen dem JRC und dem Bundesinstitut für Risikobewertung unterzeichnet. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Gemeinschaft, vertreten durch die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unter soliden Rahmenbedingungen intensiviert, um den Verbraucherschutz in Europa zu stärken. Dies gilt besonders für die Bereiche gentechnisch veränderte Organismen (GVOs), Lebensmittelsicherheit und -qualität, Konsumgüter, Chemikalien sowie Nanotechnologie.

Das JRC, eine Dienststelle der Europäischen Kommission, dient der Europäischen Union als Referenzzentrum in Fragen der Wissenschaft und Technologie. Mit sieben Forschungsinstituten in fünf Ländern liefert das JRC die wissenschaftliche Basis für viele Bereiche der EU-Politik.

Alle Präsentationen und Hintergrundmaterialien zum JRC-Informationstag in Berlin stehen auf http://www.jrc.ec.europa.eu/infoday-germany-2007/presse.html zum Download bereit.

Weitere Informationen:

Ulla Engelmann, JRC Interne und Externe Kommunikation
Tel: +32 (0)2 29 57624; +32 498 957624 (mobil); Fax: +32 (0)2 29 96322
E-Mail: ulla.engelmann@ec.europa.eu
Irene Lukassowitz, BfR Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)30 8412 4775; Fax: +49 (0)30 8412 4970
E-Mail: irene.lukassowitz@bfr.bund.de

Michael Alfons | JRC
Weitere Informationen:
http://www.jrc.ec.europa.eu/infoday-germany-2007/presse.html

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