Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Finanzierungsaussichten für erneuerbare Energien

27.03.2007
SPD-Politiker Kelber: Staatliche Förderung 2008 verdoppeln

Junge Unternehmen mit Ausrichtung auf Erneuerbare Energien brauchen vielleicht bald nicht mehr in den USA nach Geldgebern für ihre innovativen Projekte suchen. Neben dem frisch aufgelegten Hightech-Gründerfonds der Bundesregierung eröffnen sich ihnen jetzt auch bessere Perspektiven am privaten Kapitalmarkt.

So registriert der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) wachsendes Interesse an energietechnischen Themen wie Stromerzeugung, Energieeffizienz und Klimaschutz. Auf einer Fachtagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin zu den technologischen Potenzialen und Finanzierungsbedingungen innovativer Energieprojekte sprach BVK-Geschäftsführer Holger Frommann von einem „deutlichen Anstieg“ der Investments in Biogas, Solar- oder Brennstoffzelltechnik.

Noch am Anfang des Jahrzehnts habe dieser Bereich weniger als ein Prozent des Engagements von BVK-Kapitalgebern gebunden. Seiner Prognose zufolge werden Erneuerbare Energien (EE) für die VC-Branche noch „deutlich an Bedeutung gewinnen“. Bislang sei jedoch das Beteiligungsvolumen an Unternehmen in der Frühphase insgesamt noch sehr gering. Eine Ursache sind aus Sicht regenerativ orientierter Unternehmer die hohen Renditeerwartungen von jährlich 20 bis 25 Prozent.

Aber auch bei geringeren Ertragsaussichten können junge, innovative Firmen jetzt auf externe Unterstützung hoffen. Mit der BonVenture Gruppe, München, ist erstmals ein Kapitalgeber am deutschen Markt aktiv, der nicht primär auf Renditemaximierung abzielt. Nach dem US-Vorbild des Social Venture Capital will er vielmehr aussichtsreiche Entwicklungen befördern, die einen nachhaltigen und reproduzierbaren Beitrag zur Lösung ökologischer oder sozialer Probleme versprechen. Wirtschaftlich speist BonVenture sich aus einer Stiftung, deren Kapitalstock erhalten werden soll. Das ist auch bei Renditen deutlich unter 20 Prozent realisierbar. Derzeit, so ein Unternehmenssprecher auf der FES-Tagung in Berlin, werde bereits eine ganze Reihe von EE-Projekten auf eine mögliche Beteiligung geprüft.

Auch bei der staatlichen Förderung gibt es Bewegung. Mit 200 Millionen Euro aus öffentlichen Kassen steht Bio, Solar & Co. in diesem Jahr der höchste Betrag für Forschung und Entwicklung seit 1990 zur Verfügung. Nach Expertenmeinung reicht diese Summe jedoch längst nicht, die ehrgeizigen Ziele bei Energieeffizienz und Klimaschutz zu erreichen. Bereits für 2008 verlangte Ulrich Kelber, stellvertretender Fraktionschef der SPD im Bundestag, deshalb „mindestens eine Verdopplung“ der Fördermittel. Zudem sei die Politik gefordert, politische Strukturmaßnahmen wie etwa ein erneuerbares Wärmegesetz nach dem Vorbild des Erneuerbare Energien-Gesetzes zu sichern.

Die EE-Wirtschaft mit derzeit 214.000 Arbeitsplätzen und einem Gesamtumsatz von 21,6 Mrd. Euro gilt als sprunghaft wachsender junger Industriebereich mit hohen Know-how-Potenzialen. Akteure sind fast ausnahmslos wenige Jahre alte, mittelständische Unternehmen. Zwölf Prozent der elektrischen Energie in Deutschland stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen.

Kontakt: Birgit Schultz, Stabsabteilung Friedrich Ebert Stiftung Berlin,
Tel. 030 / 26 935 818, Birgit.Schultz@fes.de, www.fes.de/Stabsabteilung

Doro Mante | InnoMedia, Medienagentur für Inn
Weitere Informationen:
http://www.fes.de/Stabsabteilung
http://www.innomedia-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt
20.02.2018 | ISF München - Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.

nachricht Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung
19.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics