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Erste internationale "German e-Science"-Konferenz GES2007 vom 2. bis 4. Mai in Baden-Baden

23.03.2007
Neue Plattform präsentiert die Zukunft der Informationstechnologie in Deutschland

Das Forschungszentrum Karlsruhe organisiert im Jahr 2007 gemeinsam mit der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Hochschulrektoren-Konferenz die erste internationale "German e-Science"-Konferenz (GES2007). Die Konferenz wird die Themen Grid-Computing, Wissensvernetzung, e-Learning und Open Access behandeln; Themen, die für die Entwicklung der wissensbasierten Gesellschaft von grundsätzlicher Bedeutung sind.

Die Konferenz findet vom 2. bis 4. Mai 2007 in Baden-Baden statt. Nach der Vorstellung der Visionen der einzelnen Themenbereiche durch international anerkannte Experten werden wissenschaftliche Beiträge präsentiert. Zusätzlich werden wissenschaftliche Projekte ihre Projektergebnisse in einem Demo-Bereich darstellen.

Die deutsche e-Science Initiative verbindet und ermöglicht Grid-Computing, Wissensvernetzung, e-Learning und Open Access in allen Wissenschaftsdisziplinen. Das Ziel des Verbunds, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, ist die Koordination und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Wissenschaftsbereichen, die in e-Science beteiligt sind.

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Sie können sich unter www.ges2007.de zur "German e-Science"-Konferenz anmelden.

Schwerpunkt Grid-Computing: Die Zukunft des Internet

Zukünftig werden Grids - Netze - ein wesentliches Instrument für den wissenschaftlichen Fortschritt in vielen Bereichen sein. Dafür müssen Grids zahlreiche, leicht nutzbare Dienste anbieten, die auf die individuellen Bedürfnisse von Forschern und Forschergemeinschaften zugeschnitten sind. Die Ausdehnung der Rechennetze in diesen Gemeinschaften ist jedoch sehr unterschiedlich. Daher konzentrieren sich die meisten Grid-Dienste auf die frühen Nutzer und Entwickler. Ausgehend von ihren Grid-Erfahrungen arbeiten diese Gruppen bereits daran, komplexe Dienste für die Verbesserung gegenwärtiger Lösungen zu definieren, während Neulinge in der Welt des Grids zunächst ihre speziellen Bedürfnisse und Unterschiede zu bereits bestehenden Grid-Lösungen festlegen müssen. Schließlich suchen Experten für die Grid-Middleware nach neuen Ansätzen zur Verbesserung der Interoperabilität von Grids verschiedener Gemeinschaften. Ziel der Konferenz ist es, die Wechselwirkungen und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Interessensgruppen zu fördern.

Schwerpunkt e-Learning: Leichterer Zugang zum Wissen der Welt

E-Learning gilt als Instrument zur Bereitstellung neuer organisatorischer Kontexte für das Lernen, um beispielsweise die zeitlichen und räumlichen Grenzen innerhalb individueller Lernumgebungen zu entfernen. Darüber hinaus hat e-Learning das Potenzial, den Lernprozess selbst zu verbessern, unter anderem durch das Angebot neuer Verfahren zur Inhaltsübermittlung oder eine stärkere Interaktivität. In diesem Rahmen wurden neue Lernumgebungen entwickelt, die das Potenzial dieser neuen Technologien für neue Arten des Lernens nutzen. Welche Erfahrungen wurden damit gesammelt? Welche Auswirkungen sind in Bezug auf die organisatorischen bzw. psychologischen Lernaspekte zu verzeichnen? Inwieweit sind die neuen Entwicklungen nachhaltig? Hat e-Learning zum Durchbruch neuer Lernkulturen beigetragen? Dies sind nur einige der Fragen, die in der Konferenz angesprochen werden.

Schwerpunkt Wissensvernetzung: Gemeinsamer Wissensraum für die Wissenschaft

Auf der Grundlage neuer Technologien werden Forschungsprozesse vereinfacht, verbessert und intensiviert. Neue Arten des wissenschaftlichen Arbeitens in Netzwerken werden die Effizienz der Wissenschaftler bei der umfassenden Nutzung neuer technischer Möglichkeiten verbessern (Internet, Digitalisierung, Kommunikation, Open Access). Zahlreiche Aspekte der wissenschaftlichen Arbeit, wie zum Beispiel das Auffinden, die Verarbeitung, die Bewertung, die Verteilung und die Speicherung von Informationen, werden so beeinflusst. Es ist daher erforderlich, eine nachhaltige Infrastruktur für die wissenschaftliche Information, Kommunikation und die Verbreitung der Forschungsergebnisse zu etablieren. Durch die Datenintegration und Vernetzung von Ressourcen wird dem Wissenschaftler nahtlos ein Wissensraum eröffnet, der mit innovativen Diensten ausgestattet ist. Die Erschließung von bisher unzugänglichem Material in elektronischer Form ermöglicht interaktives und kooperatives Arbeiten sowie die Behandlung neuer Fragestellungen.

Schwerpunkt Open Access: Freier Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen

Das Open Access-Forum steht allen Konferenzteilnehmern offen. Aufgrund der strategischen und politischen Ausrichtung dieses Forums wurden besondere Sprecher ausgewählt. Der erste Teil befasst sich mit grundlegenden wissenschaftlichen Anforderungen, beispielsweise mit der Verfügbarkeit von und dem Zugang zu wissenschaftlichen Daten. Im Weiteren werden Umsetzungsstrategien und praktische Ansätze präsentiert und analysiert. Der dritte Teil gibt einen Ausblick auf Open Access im Zeitalter der e-Science, einschließlich Visionen, Diensten und neuen Infrastrukturen. Die abschließende Diskussionsveranstaltung wird dann internationale Experten und hervorragende Wissenschaftler aus Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen sowie Vertreter der EU-Kommission und Herausgeber zusammenbringen.

Dr. Joachim Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ges2007.de

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