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Topenkrankheiten, Alzheimer, Schizophrenie oder Krebs

14.03.2007
Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen

Unter dem Titel "Frontiers in Medicinal Chemistry" beginnt am 18. März 2007 an der Freien Universität Berlin eine Fachtagung der medizinischen Chemiker und Pharmazeuten von höchstem wissenschaftlichem Niveau. Annähernd 300 Teilnehmer aus Hochschule und Industrie werden in Berlin erwartet. Aus Europa, Asien und den USA wurden hochkarätige Wissenschaftler für Vorträge gewonnen.

"Zum ersten Mal gestalten wir diese Tagung gemeinsam mit der Division Medizinische Chemie der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft, und wir freuen uns darüber, zahlreiche Kollegen aus unserem Nachbarland dabeizuhaben " erläutert Dr. Hans Ulrich Stilz (Sanofi-Aventis, Frankfurt), Vorsitzender der Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Stilz ergänzt: "Ziel der Tagung ist es, weltweit führende Wissenschaftler aus Hochschule und Industrie zusammenzubringen, um über neue Ansätze zur Diagnose und Therapie verschiedener Krankheiten zu diskutieren. Noch immer entziehen sich zahlreiche Tropenerkrankungen einer effektiven Therapie, was in vielen südlichen Ländern zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen und menschlichem Leiden führt. Wir haben uns daher vorgenommen, im Rahmen der diesjährigen Tagung neue Ansätze zur Behandlung von Tropenkrankheiten eingehend zu diskutieren."

Wichtigste Tagungsthemen sind darüber hinaus neue Ansätze im Bereich Antiinfektiva, also bei Arzneimitteln, die gegen Infektionskrankheiten eingesetzt werden, neue Therapiekonzepte für Schäden am Zentralen Nervensystem und für neurodegenerative Erkrankungen, aktuelle Forschungsergebnisse aus der Onkologie sowie neue Konzepte zur Leitstruktursuche und Leitstrukturoptimierung bei der Entwicklung neuer Substanzklassen unter besonderer Berücksichtigung des menschlichen Stoffwechsels. "Insgesamt stehen über 30 Vorträge auf dem Programm; etwa 100 Poster werden vorwiegend von Nachwuchswissenschaftlern präsentiert, denen wir mit unseren Fachtagungen ein wichtiges Forum bieten wollen", sagt Professor Dr. Hans-Ulrich Reißig, einer der verantwortlichen Organisatoren.

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Im Rahmen der Tagung, die von der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie, von der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft und der Division Medizinische Chemie der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft organisiert wird, stellt die Verleihung des Innovationspreises in Medizinisch/Pharmazeutischer Chemie einen Höhepunkt dar. Der Innovationspreis, mit 5000 Euro dotiert, geht in diesem Jahr an Professor Dr. Christoph Sotriffer, Institut für Pharmazeutische Chemie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Sotriffer wird für seine Arbeiten über Protein-Ligand-Wechselwirkungen als Grundlage für die Interpretation und Vorhersage der biologischen Aktivität von Wirkstoffen ausgezeichnet. Er hat neue Bewertungsfunktionen für Protein-Ligand-Wechselwirkungen entwickelt, die in mehreren Pharmafirmen erprobt werden.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 27.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 25 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie mit 640 Mitgliedern. Die Fachgruppe unterstützt derzeit die an verschiedenen deutschen Universitäten laufenden Bemühungen, Studiengänge zur Wirkstoff-Forschung ("Life Science") zu etablieren. Sie bietet darüber hinaus über den GDCh-Fortbildungskurs "Einführung in die medizinische Chemie - chemische und biologische Grundlagen der Wirkstoffentwicklung" jungen Chemikern aus Industrie und Hochschule die Möglichkeit, einen schnellen Einstieg in das sich rasant entwickelnde Gebiet der Wirkstoffsuche zu finden.

Kontakt:
Dr. Renate Hoer
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 900440
60444 Frankfurt
Tel.: 069/7917-493
Fax: 069/7917-307
E-Mail: r.hoer@gdch.de

Dr. Renate Hoer | Gesellschaft Deutscher Chemiker
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

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