Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zelluläre Logistik: Normalzustand und Terrorgefahr

12.03.2007
Mosbacher Kolloquium zu Transportvorgängen in und zwischen Zellen

Unter dem Thema "Protein and lipid sorting in health and disease" treffen sich vom 29. bis zum 31. März 2007 rund 350 Teilnehmer aus allen Teilen Europas, Amerika und Singapur in Mosbach (Baden) beim 58. Mosbacher Kolloquium der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) e.V. .

Auf der Tagung werden klassische Themen der molekularen Zellbiologie insbesondere unter biomedizinischen Aspekten behandelt. Dabei geht es um Fragen, die sowohl für das "Alltagsleben" von Zellen sowie bei Krankheitszuständen eine große Rolle spielen: Wie erreichen wichtige Biomoleküle, Proteine und Lipide (fettähnliche Stoffe), verschiedene Zielorte innerhalb der Zelle? Wie nehmen Zellen Stoffe von außen auf? Wie wird die Identität von zellulären Organellen aufrecht erhalten? Über den Transport von Proteinen wissen wir derzeit deutlich mehr als über die Verteilung der vielen verschiedenen Lipide, den zentralen Bausteinen der Zellmembranen. Das Symposium zum Lipidhaushalt und Mikrodomänen in Membranen ist daher eine hervorragende Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen auf diesem spannenden Gebiet zu informieren.

Ein Schwerpunkt der Tagung liegt auf den sehr unterschiedlichen und überraschenden Strategien, mit denen sich Viren und andere Krankheitserreger ins zelluläre Geschehen einmischen, um so Sortierungs- und Transportvorgänge "in ihrem Sinne" umzudirigieren.

... mehr zu:
»Biochemie »GBM »Molekularbiologie

"Wichtig ist uns das interdisziplinäre Zusammenspiel von Grundlagenforschung und Biomedizin", so Dr. Blanche Schwappach. Schwappach ist Leiterin einer Arbeitsgruppe am Zentrum für Molekularbiologie der Universität Heidelberg und zusammen mit Ihrem Kollegen Prof. Walter Nickel vom Heidelberger Biochemiezentrum Organisatorin der Tagung. "Es ist uns auch dieses Jahr wieder gelungen, die weltweit führenden Forscher zum Thema an den Neckar zu locken", so Blanche Schwappach weiter. "Besonders stolz sind wir aber auf die fast 150 angemeldeten Kurzpräsentationen von Nachwuchswissenschaftlern." Das ist Rekord in der langen Reihe der Mosbacher Kolloquien und zeigt die Aktualität dieses Forschungsfeldes. So gibt es an der Universität Heidelberg auch einen entsprechenden Sonderforschungsbereich "Dynamik makromolekularer Komplexe im biosynthetischen Transport" der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der als Partner an dem Kolloquium beteiligt ist. Für Studierende gibt es parallel zur Tagung zusätzliche Angebote ("Meet the Prof").

Weitere Informationen und das Detailprogramm finden sich im Internet unter
http://www.gbm-online.de.
Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) e.V. ist mit etwa 5300 Mitgliedern aus Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie die große wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Biochemie, Molekularbiologie und Molekularen Medizin in Deutschland. Die GBM fördert Forschung und Lehre der Biochemie und molekularen Biologie und die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biotechnologie und Medizin und deren Verbreitung in der Öffentlichkeit.

Das Mosbacher Kolloquium ist seit 1950 die alljährliche internationale Frühjahrstagung der Gesellschaft, auf der sich Biochemiker, Molekularbiologen und Mediziner verschiedener Fachdisziplinen treffen, um die neuesten Entwicklungen eines aktuellen Spezialthemas zu diskutieren.

Für Journalisten ist die Teilnahme am Kolloquium frei, um Anmeldung (s.u.) wird gebeten. Der Kongress findet in englischer Sprache statt.

Weitere Informationen und Pressekontakt:
Dr. Jörg Maxton-Küchenmeister,
Geschäftsstelle der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V.
Mörfelder Landstr. 125, D-60598 Frankfurt a.M.
Tel.: 069 - 660 567-12 (während der Tagung: Tel. 0176 - 20 911 90)
E-Mail: maxton@gbm-online.de

Dr. Jörg Maxton-Küchenmeister | idw
Weitere Informationen:
http://www.gbm-online.de

Weitere Berichte zu: Biochemie GBM Molekularbiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten