Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands Energiebeauftragte beraten heute und morgen über Energiemanagement und Klimaschutz

12.03.2007
Jahreskongress der kommunalen Energiebeauftragten tagt heute und morgen in Nürnberg

Zum zwölften Mal findet derzeit der Deutsche Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten statt. Der Kongress wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg, dem Arbeitskreis Energieeinsparung des Deutschen Städtetages und den kommunalen Spitzenverbänden organisiert und durchgeführt. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt den Kongress als Kooperationspartner. Die Federführung für die Kongressorganisation liegt beim Kommunalen Energiemanagement (KEM) im Baureferat der Stadt Nürnberg und erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Verein EnergieRegion Nürnberg e.V. und dem Energie Technologischen Zentrum (etz).

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly betonte während der Eröffnung vor den rund 200 Vertretern aus Kommunen der gesamten Bundesrepublik den hohen Stellenwert, den das Thema Klimaschutz in der Stadt Nürnberg einnehme und die Wichtigkeit von Gebäudeenergieeffizienz. Er hob dabei vor allem die große Verantwortung und die Vorbildrolle in der kommunalen Klimaschutzpolitik hervor: "Aus diesem Grund wird kommunales Energiemanagement mit seinen verschiedenen Möglichkeiten zur Energie- und Kosteneinsparung immer wichtiger. Der jährliche Kongress der kommunalen Energiebeauftragten leistet hierzu einen wichtigen Beitrag".

Die Grußworte der bayerischen Staatsregierung überbrachte der Staatsminister des Innern, Dr. Günther Beckstein. Er erläuterte in seiner Ansprache, dass Klimaschutz und Energiekosten zu den drängendsten Themen dieses Jahrhunderts gehören und bei der bayerischen Staatsregierung ein zentrales Thema darstellen.

Baureferent Wolfgang Baumann erläuterte die Strategien und Erfolge der Stadt Nürnberg beim Thema Gebäudeenergieeffizienz. Anhand von realisierten Beispielen verdeutlichte er, welche Ergebnisse durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise bei kommunalen Gebäuden möglich sind: "Ziel energieeffizienten Bauens und Sanierens ist, bedarfsgerecht, wirtschaftlich, gestalterisch anspruchsvoll sowie ressourcenschonend und energiesparend optimale Lösungen zu finden. Diese Aufgaben werden vom städtischen Hochbauamt mit dem Kommunalen Energiemanagement (KEM) sehr erfolgreich wahrgenommen."

"Aktives Energiemanagement ist ganz im Sinne der Nachhaltigkeit: Es hilft Städten und Gemeinden gleichzeitig ihre Klimaschutzziele zu erreichen und zur Entlastung der kommunalen Haushalte beizutragen", erklärte Cornelia Rösler vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), Berlin. "Angesichts der defizitären Haushaltslage in der Mehrzahl der deutschen Kommunen ist die ökonomische Komponente des Energiemanagements von besonderer Bedeutung."

Auf dem jährlich in wechselnden Städten stattfindenden Kongress werden Modelle und Beispiele für erfolgreiches Energiemanagement vorgestellt und diskutiert. Es wird gezeigt, wie in Kommunen mit Intelligenz und Kreativität sowohl ökonomische als auch ökologische Ziele in konkrete Maßnahmen und Projekte umgesetzt werden können. In insgesamt 20 unterschiedlichen Workshops werden neben dem Schwerpunkt der Gebäudeenergieeffizienz auch Fragen der Erneuerbaren Energien, Energiemanagement für kleine und mittlere Kommunen, Energie im Gebäudemanagement und die Beratung und Öf-fentlichkeitsarbeit näher diskutiert. Der Kongress dient in erster Linie als Plattform des Erfahrungsaustauschs von kommunalen Vertretern.

Für den Nürnberger Baureferenten ist noch ein anderer Aspekt wichtig: "Der Kongress wird zum ersten Mal in einer bayerischen Stadt abgehalten. Für Nürnberg ist das eine sehr gute Möglichkeit, die vor-handene Kompetenz im Bereich Energie und Energieeffizienz bundesweit darzustellen und die Ener-gieregion Nürnberg weiter zu etablieren."

Weitere Informationen:

- Kommunales Energiemanagement, Hochbauamt der Stadt Nürnberg: Telefon 0911/231-4223

- Difu-Pressestelle: Telefon: 030/39001-209/-208, presse@difu.de

- http://www.difu.de/seminare/07energiebeauftragte.programm.pdf

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Rechtsträger ist der Verein für Kommunalwissenschaften e.V., der zur Sicherung und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch Förderung der Kommunalwissenschaften gegründet wurde.

Sybille Wenke-Thiem | idw
Weitere Informationen:
http://www.difu.de
http://www.difu.de/seminare/07energiebeauftragte.programm.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017
23.10.2017 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Die Zukunft der Luftfracht
23.10.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie