Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesforschungsministerium stellt 33 Millionen Euro für neuen Klimarechner bereit / Erste regionale Klimakonferenz in Hamburg

12.03.2007
Schavan: "Spitzenstellung bei der Klimaforschung ausbauen"

Das Deutsche Klimarechenzentrum in Hamburg wird erweitert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt 33 Millionen Euro für einen neuen Klimarechner zur Verfügung. "Damit bauen wir die deutsche Spitzenstellung bei der Klimaforschung aus", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Die Wissenschaftler des Klimarechenzentrums erstellen hochkomplexe Modelle, um den Klimawandel und seine Auswirkungen noch genauer vorhersagen zu können. Ihre Berechnungen waren auch Bestandteil des internationalen IPCC-Berichts, der kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. "Unsere Forscher tragen maßgeblich dazu bei, dass wir das Klima besser verstehen und uns auf die Herausforderungen einstellen können", so Schavan.

Neben der detailgenauen Berechnung von Klimaszenarien am Hamburger Rechenzentrum unterstützt das BMBF die Entwicklung neuer Technologien, die den Ausstoß klimaschädigender Gase verringern, sowie die anwendungsorientierte Forschung darüber, mit welchen Mitteln sich etwa die Landwirtschaft oder der Hochwasserschutz am besten an bevorstehende Wetterextreme anpassen können. Dafür stellt das Forschungsministerium in den nächsten drei Jahren im Rahmen eines Aktionsplans insgesamt 255 Millionen Euro bereit.

Fachkonferenz in Hamburg eröffnet

... mehr zu:
»GKSS »Klimaforschung »Klimawandel

Verstärkt richtet das BMBF den Blick auch auf die regionalen Auswirkungen des Klimawandels. Politiker und führende Forscher diskutierten am Montag auf einer Regionalkonferenz in Hamburg die Folgen des Klimawandels für die norddeutsche Küstenregion. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Reihe regionaler Konferenzen und Initiativen des Forschungsministeriums. Sie wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem GKSS Forschungszentrum Geesthacht gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie und der Universität Hamburg ausgerichtet.

"Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, für die wir auch lokal nach Antworten suchen müssen. Unsere weltweit anerkannten Wissenschaftler können uns helfen, den Bogen zu schlagen und die Erkenntnisse in den Städten und Regionen zu verankern. Wir werden das aktiv unterstützen", sagte Staatssekretär Frieder Meyer-Krahmer während der Tagung. "Um Lösungen zu finden, müssen wir - Wissenschaftler, Politiker und Verwaltung - uns in Zukunft noch häufiger an einen Tisch setzen, und das nicht nur international, sondern eben auch lokal. Diese erste Fachkonferenz ist daher ein wegweisender Schritt."

Regionale Ansätze können ebenfalls von dem neuen Hochleistungsrechner profitieren. So sind die Forscher in Zukunft in der Lage, noch genauer auf bestimmte Gebiete zugeschnittene Klimasimulationen erstellen. Langfristig soll das Deutsche Klimarechenzentrum an das Forschungszentrum GKSS Geesthacht, einer Großforschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, angeschlossen werden. Es bildet damit eine zukunftsträchtige Infrastruktur für die Klimaforschung in Deutschland.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/1994.php

Weitere Berichte zu: GKSS Klimaforschung Klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten