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5. Deutscher Parkinson-Kongress in Ulm

05.03.2007
Neues über Krankheitsursachen, verfeinerte Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten

Deutsche und internationale Experten diskutieren neue wissenschaftliche Erkenntnisse über neurologische Grundlagen und Therapien der Parkinson-Erkrankung und anderer Bewegungsstörungen.

vom 7.-10. März 2007
im Maritim Hotel Ulm, Basteistraße 40, 89073 Ulm
Die Frage nach den Ursachen der Parkinson-Erkrankung bildet einen der zahlreichen Schwerpunkte des Kongresses: Was genau geschieht in den Zellen verschiedener Hirnregionen? Welche Stoffe spielen bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle? Welche Bedeutung hat die genetische Veranlagung des Menschen? Welche Folgen haben verschiedene Umwelteinflüsse? Gefragt wird auch nach Erkrankungen, die oft zusätzlich zur Parkinson-Krankheit auftreten. Man nennt sie "Atypische Parkinson-Syndrome". Da sie selten auftreten, werden sie häufig falsch diagnostiziert.

Neben dem wissenschaftlichen Programm gibt es auch Fortbildungsveranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte. Dabei geht es u.a. um die Diagnose und Therapie der typischen Parkinson-Symptome wie dem Zittern. Aber auch andere neurologische Erkrankungen wie das sogenannte "Restless-Legs-Syndrom" mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in den Beinen, werden besprochen. Mit einem eigenen Programm will die Deutsche Parkinson-Vereinigung e.V. während des Kongresses zudem die Integration der PatientInnen und Selbsthilfegruppen weiter voran bringen.

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Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortscheitende neurologische Erkrankung. Die Hauptsymptome sind Muskelstarre, Muskelzittern und Schwierigkeiten, den Körper aufrecht zu halten. Ausgelöst wird die Erkrankung nach heutigem Kenntnisstand durch das Absterben von Zellen einer bestimmten Struktur im Mittelhirn, die den Botenstoff Dopamin herstellt. Durch den Mangel an Dopamin wird die Funktion der sogenannten "Basalganglien" gestört, Kerngebiete des Hirns, die an verschiedenen motorischen und kognitiven Hirnfunktionen beteiligt sind. Auch Veränderungen in der Funktion anderer Botenstoffe des Hirns könnten, so neuere Forschungen, bei der Erkrankung eine Rolle spielen. Die Parkinson-Krankheit ist nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt, der sie 1817 erstmals beschrieben hat.

Die Krankheit tritt vorwiegend zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. In der Gesamtbevölkerung sind zwischen 100 und 200 pro 100 000 Personen betroffen. Bei den über 60-Jährigen ist etwa einer von 100 erkrankt. An Parkinson leiden beispielsweise der Boxer Muhammed Ali und der Schauspieler Michael J. Fox.

Veranstalter des Kongresses ist die Deutsche Parkinson-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Parkinson-Vereinigung e.V.. Wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr. Albert C. Ludolph, Ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsklinik für Neurologie. Die Tagung, zu der über 700 TeilnehmerInnen aus Deutschland und ganz Europa erwartet werden, richtet sich an Neurologen, Psychiater, Neurobiologen, Geriater (Altersheilkundler), Neurogenetiker, Pharmakologen und Pädiater (Kinderheilkundler).

Das komplette Programm finden Sie unter unter dem unten angegebenen Link. Wir helfen Ihnen gerne bei weiteren Recherchen und der Vermittlung von Interview-Partnern.

Petra Schultze
Universitätsklinikum Ulm
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Einstein-Allee 29
89081 Ulm
Tel: 0731 - 500 43025
Fax: 0731 - 500 43026
E-Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de

Petra Schultze |
Weitere Informationen:
http://www.dpg2007.de
http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kliniken/neurologie.html

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