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Aktive Arbeitsmarktpolitik und Überwindung sozialer Ausgrenzung

23.02.2007
Eine Tagung über "Aktive Arbeitsmarktpolitik und Überwindung sozialer Ausgrenzung - Europäische Politikstrategien und Bewertungsmethoden" findet am 1. und 2. März 2007 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts, Bismarckstr. 37, Georg-Büchner-Saal) statt. Erwartet werden rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Europa.

Die Tagung bildet den Abschluss des EU-geförderten Projekts "EMDELA - Emerging Designs of Active Labour Market Policies in Europe", das an der Professur für Vergleichende Gesundheits- und Sozialpolitik der Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Dr. Adalbert Evers) in Zusammenarbeit mit der "Zoom - Gesellschaft für prospektive Entwicklungen" e. V., Göttingen, durchgeführt wurde.

Aufgabe war die Entwicklung von Indikatoren, mit denen Gestaltung, Umsetzung und Ergebnisse lokaler Arbeitsmarktpolitiken abgebildet und in Hinblick auf ihren Beitrag zur sozialen Inklusion oder Eingliederung bewertet werden sollen. Dabei wurden auch Aspekte berücksichtigt, die über den engen Horizont der Eingliederung durch Erwerbsarbeit hinausgehen. Im Rahmen des Projekts wurden Länderstudien in Deutschland, Italien, Großbritannien und Finnland durchgeführt.

Zielsetzung der Tagung

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»Arbeitsmarktpolitik

Aktive Arbeitsmarktpolitik auf lokaler Ebene gilt im Rahmen der europäischen Sozialpolitik als wichtiger Handlungsansatz zur Überwindung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Mit der Tagung sollen die oft getrennten Debatten über aktive Arbeitsmarktpolitik und soziale Eingliederung zusammengeführt werden. Zudem soll die Rolle von Indikatorenbildung, Monitoring und Evaluation in diesen Politikbereichen beleuchtet werden.

Am ersten Tag der Tagung wird die aktuelle Entwicklung aktiver Arbeitsmarktpolitik in verschiedenen europäischen Ländern vorgestellt. Inwieweit lassen sich dabei gemeinsame Tendenzen bei der Gestaltung und Umsetzung feststellen, und wie sind sie im Kontext von europäischen Strategien zur sozialen Inklusion und Armutsreduzierung zu bewerten? Die Diskussionen am zweiten Tag gehen davon aus, dass aktive Arbeitsmarktpolitik für Strategien der sozialen Eingliederung wichtiger wird, aber auch umgekehrt mit sozialer Ausgrenzung verbundene Problemlagen ein zentraler Beschäftigungsnachteil sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und mit welchen Verfahren aktive Arbeitsmarktpolitik in Hinblick auf soziale Inklusion bewertet werden kann. Es werden verschiedene Projekte aus dem Bereich Sozial- und Arbeitsmarktpolitik vorgestellt, in denen Indikatoren, Methoden und Instrumente entwickelt und/oder angewandt wurden. Neben der Diskussion über methodische Anforderungen wird auch der grundsätzlichen Frage nachgegangen, welchen Stellenwert Monitoring- und Evaluationsaktivitäten für die Entwicklung, Umsetzung oder auch Korrektur von Politiken haben können.

Die Tagungsbeiträge werden simultan gedolmetscht (deutsch-englisch und englisch-deutsch)

Kontakt:

Prof. Dr. Adalbert Evers
Professur für Vergleichende Gesundheits- und Sozialpolitik
Bismarckstr. 37, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-39305, Fax: 0641 99-39309
E-Mail: Adalbert.Evers@uni-giessen.de

Christel Lauterbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/

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