Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tsunami-Frühwarntechnik für den Schutz Europas

07.02.2007
Staatssekretär Meyer-Krahmer: "Wir werden unser Know-how einbringen"

Der effektivste Schutz gegen lebensgefährliche Flutwellen ist eine leistungsstarke Frühwarntechnik. Die Bundesregierung unterstützt deshalb mit 45 Millionen Euro den Aufbau eines Frühwarnsystems für Indonesien. Was wohl nur wenige Menschen wissen: Nicht nur in Südostasien drohen Tsunamis, sondern auch mitten in Europa, nämlich im Mittelmeerraum und im Nordatlantik.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisiert deshalb vom 7. bis 9. Februar in Bonn die dritte Konferenz der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission (IOC) zum Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems im Mittelmeerraum. Ziel der Konferenz ist, erste Schritte auf dem Weg zu einer Frühwarntechnik in Europa abzustimmen. "Wir werden unser Know-how auch bei der Installation eines Tsunami-Frühwarnsystems für Europa einbringen", sagte Professor Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im BMBF, am Mittwoch in Bonn. "Es geht darum, gemeinsam mit den anderen europäischen Staaten eine leistungsstarke Frühwarntechnik aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen."

Die internationale Staatengemeinschaft hat nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 die IOC beauftragt, beim Aufbau eines weltweiten Frühwarnsystems die Koordination zu übernehmen. Die globale Abdeckung wird dabei durch die Einrichtung regionaler Warnsysteme im Indischen Ozean, in der Karibik, im Pazifik und im Mittelmeer mit den angrenzenden Meeren gewährleistet. Dazu veranstaltet die IOC regelmäßig regionale Koordinierungskonferenzen für die beteiligten Ländern. Auf Einladung des BMBF hatten zudem bereits am Montag europäische Experten im Rahmen der Konferenz in Bonn über Probleme in der grenzüberschreitenden Frühwarnung bei Fluten, Unwettern und anderen extremen Naturereignissen diskutiert. Nach ihren Erkenntnissen sind in Europa unterschiedliche Standards und ein ineffizienter Austausch von Echtzeitdaten nach wie vor Hindernisse für eine effektive, über die Ländergrenzen hinausgehende Frühwarnung. Dabei werden Frühwarnungen bei extremen Wetterereignissen grundsätzlich wichtiger: Nach den Ergebnissen des neuen Berichts des Internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel (IPCC), der am 2. Februar in Paris vorgestellt wurde, werden sich Unwetter künftig häufen.

... mehr zu:
»Frühwarntechnik »IOC »Indonesien

Außer der Unterstützung beim Aufbau eines Frühwarnsystems in Indonesien fördert das Ministerium wissenschaftliche Arbeiten zum Schutz vor extremen Naturereignissen mit dem GEOTECHNOLOGIEN-Programm - dabei geht es um Vorhaben zu "Frühwarnsystemen im Erdmanagement" mit einem Finanzvolumen von insgesamt 9 Millionen Euro. Die Projekte deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Gefährdungen durch Tsunamis, Erdbeben, Vulkane und Hangrutschungen abdecken, starten zum 1. April 2007.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://ioc3.unesco.org/neamtws/index.htm
http://www.bmbf.de/press/1969.php

Weitere Berichte zu: Frühwarntechnik IOC Indonesien

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017
17.10.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017
17.10.2017 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz