Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Feinstaub - klein und gemein": Konsequenzen aus der Feinstaubdiskussion

02.02.2007
Am Dienstag, 6. Februar 2007, diskutieren ab 15.15 Uhr im Auditorium des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg die Wissenschaftlerinnen Dr. Annette Peters und Dr. Claudia Traidl-Hoffmann das Thema "Feinstaub" mit Vertretern des Landes, der Stadt München, des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sowie des Bunds Naturschutz und des ADAC.

Durch die im Oktober veröffentlichten Beschlüsse des EU-Parlaments bzw. die Feinstaub-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation werden immer deutlicher Handlungskonsequenzen gefordert. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft erörtern die zentrale Frage, wie dramatisch die gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstaub für die Bevölkerung einer Großstadt wirklich sind und welche sinnvollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können.

Die Stadt München etwa erhofft sich durch die für 2007 geplante Einführung der Umweltzone mit Zufahrtbeschränkungen für nicht schadstoffarme Fahrzeuge sowie die geplante Umleitung des Lkw-Transitverkehrs langfristig eine deutliche Reduzierungen der Feinstaubbelastung im Stadtgebiet. Ministerialdirigent Michael Duhnkrack, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Joachim Lorenz, Referat für Gesundheit und Umwelt, der Stadt München, Dr. Stefan Wöhrl, VDA, Martin Hänsel, BUND und Nikolaus Dezasse, ADAC, haben ihr Kommen zugesagt.

Als Impulsreferat stellt Dr. Annette Peters den jüngsten Stand der Forschung vor. Sie leitet an der GSF die Arbeitsgruppe "Epidemiologie von Luftschadstoffen", deren Ziel die Erforschung akuter Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit ist. Dabei steht die Rolle von Partikeln unterschiedlicher Größe und aus unterschiedlichen Quellen im Mittelpunkt des Interesses, etwa bei der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Luftverschmutzung und dem gehäuften Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

... mehr zu:
»ADAC »VDA

Dr. Claudia Traidl-Hoffmann von der Klinischen Kooperationsgruppe Umweltdermatologie und Allergologie ergänzt diese Aspekte um die Einflüsse von Umweltfaktoren, besonders Pollen, auf die Entstehung, Auslösung und Unterhaltung allergischer Erkrankungen.

Diese setzen unter anderem eine Reihe ungesättigter Fettsäuren frei, die in der Lage sind, auf direktem Wege menschliche Entzündungszellen zu aktivieren. Aus epidemiologischer Sicht ist bekannt, dass dieser Effekt durch erhöhte Luftschadstoffbelastung verstärkt wird.

"Feinstaub - klein und gemein" findet im Rahmen von "Women in Science - Science for Women" statt. Die Veranstaltungsreihe soll auf die Arbeit von Wissenschaftlerinnen aufmerksam machen. Die Initiative, die sich nach der griechischen Göttin der Weisheit "Pallas Athene" benennt, ist Teil eines von der Europäischen Union in der Rubrik Science and Society mit insgesamt 220.000 Euro geförderten Programms, an dem sich neben dem GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit fünf weitere Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligen.

Wir laden Sie ganz herzlich ein mitzudiskutieren.

Weitere Informationen:
GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Abteilung Kommunikation Heinz-Jörg Haury, Pressesprecher, Telefon: 089-3187-2460 Hannelore Claussen, Gleichstellungsbeauftragte, Telefon: 089-3187-2986

Michael van den Heuvel | idw
Weitere Informationen:
http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2007/feinstaub.php

Weitere Berichte zu: ADAC VDA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften