Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

400 Leber-Spezialisten aus Deutschland und dem Ausland in Göttingen

23.01.2007
23. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (GASL) vom 25. bis 27. Januar 2007 am Göttinger Universitätsklinikum. Verleihung des Lucie-Bolte-Preises 2007 und Vergabe der GASL-Ehrenmitgliedschaft.

Die Chancen und möglichen Folgen einer Leber-Transplantation, insbesondere bei einer Infektion durch Hepatitis-Viren - das ist eines der Schwerpunktthemen, mit denen sich rund 400 Leber-Spezialisten aus Deutschland und dem Ausland vom 25. bis 27. Januar 2007 in Göttingen befassen werden.

Im Rahmen der 23 Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (German Association of the Study of the Liver - GASL) und einem "Falk-Research-Workshop" informieren 170 Fachvorträge und eine wissenschaftliche Posterausstellung über den aktuellen Stand der klinischen Forschung zu Fragen der Leberentwicklung, zu Reparaturmechanismen der Leber sowie zur Entstehung und der Behandlung von Krebs der Leber. Workshop und GASL-Jahrestagung finden im Hörsaal 81 des Universitätsklinikums statt. Tagungspräsident der Jahrestagung ist Professor Dr. Giuliano Ramadori, Direktor der Abteilung Gastroenterologie und Endokrinologie am Zentrum Innere Medizin der Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität. Höhepunkte der Jahrestagung sind die Verleihung des Lucie-Bolte-Preises 2007 und die Vergabe einer Ehrenmitgliedschaft.

Die GASL vergibt auf ihrer Jahrestagung zum zweiten Mal eine Ehrenmitgliedschaft. Ausgezeichnet wird mit Professor Dr. Meinhard Classen, ehemaliger Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar, TU München, einer der großen Persönlichkeiten der deutschen Inneren Medizin und Gastroenterologie. Anfang der siebziger Jahre war es Professor Classen als Erstem weltweit gelungen, die Spaltung des Schließmuskels zwischen Gallengang und Zwölf-Fingerdarm endoskopisch mit einem elektrischen Messer durchzuführen. Diese minimal-invasive Methode machte die Behandlung von Erkrankungen der Gallenwege, (z.B. Entfernung von Gallengangsteinen), ohne eine Bauch-Operation möglich.

Den Lucie-Bolte-Preis 2007 vergibt die GASL für hervorragende Verdienste auf dem Gebiet chronischer Lebererkrankungen an Professor Dr. K. Gustav Paumgartner. Er war Direktor an der Medizinischen Klinik und Poliklinik II, Klinikum Großhadern der Universität München. Paumgartner erhält den Preis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Gallensteinauflösung bzw. Gallensteinzertrümmerung durch Stoßwellen.

Die Vergabe der Ehrenmitgliedschaft und die Preisverleihung finden zum Abschluss der GASL-Jahrestagung am Samstag, dem 27. Januar, um 13:00 Uhr statt.

Der "Falk-Research-Workshop" am Donnerstag, dem 25. Januar 2007, steht unter dem Thema "Morphogenesis and Cancerogenesis of the Liver". Internationale Experten berichten über ihre Forschungsgebiete und klinischen Erfahrungen. Auf dem Programm stehen Vorträge zu Fragen zur Leberentwicklung, deren Schädigung und Reparaturvorgänge, zur Entstehung von Krebs und der Vorbeugung und Behandlung von Krebs. Ein weiteres Thema ist die Transplantation von Leber oder Leberteilen. Namhafte Hepatologen und Entwicklungsbiologen moderieren die Diskussion zu den Themengruppen. Die Kongresssprache ist Englisch, die Teilnahme kostenlos. Die Veranstaltung ist mit neun Fortbildungspunkten der Ärztekammer Niedersachsen zertifiziert.

Die Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (GASL) beginnt am Freitag, dem 26. Januar 2007 um 11:30 Uhr. Vorgestellt werden neueste Forschungsergebnisse auf den Gebieten (1) Fibrogenese, Mediatoren, Nichtparenchymzellen, (2) Stoffwechsel, Transport, Tumoren, (3) Transplantation, Leberchirurgie, (4) Virushepatitis, Immunologie und (5) Klinische Hepatologie.

Am Samstagvormittag, dem 27. Januar 2007, wird Prof. Alexis Desmoulière, Physiologe von der Universität Limoges, Frankreich, eine State-of-the-Art-Lecture mit dem Titel "Mesenchymal cells of the liver in health and disease" halten. Professor Desmoulière gehört zu den weltbesten Spezialisten auf dem Gebiet der Vernarbungsvorgänge in den verschiedenen Organen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro, für Studierende ist die Teilnahme an der Jahrestagung kostenlos. Die Veranstaltung ist mit neun Fortbildungspunkten durch die Ärztekammer Niedersachsen zertfiziert.

Medienvertreter sind herzlich zu beiden Veranstaltungen eingeladen. Bitte melden Sie sich vor Ort im Kongress-Sekretariat.

Das Programm und weitere Informationen zur GASL-Jahrestagung unter: www.gasl.de

WEITERE INFORMATIONEN:
Prof. Dr. Guiliano Ramadori
Direktor Abt. Gastroenterologie und Endokrinologie
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
Robert-Koch-Straße 40
37075 Göttingen
Telefon: 0551-39-63 01
E-Mail: gramado@med.uni-goettingen.de

Stefan Weller | Universitätsmedizin Göttingen
Weitere Informationen:
http://www.universitaetsmedizin-goettingen.de
http://www.gasl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit