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Goldallergie und Grastablette

19.01.2007
10. Interdisziplinäre Allergologische Wintertagung Göttingen am Samstag, 20. Januar 2007, in der Hautklinik der Universitätsmedizin Göttingen

Tabletten gegen Pollen? Allergie gegen Gold? Welche Nahrungsmittelallergien sind echt? Diese und andere Fragen werden auf der 10. Allergologischen Wintertagung Göttingen am 20. Januar 2007 diskutiert. Ausgewiesene Allergie-Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Schweiz sprechen darüber, wie Allergien bei Kindern vorgebeugt werden können, was bei Nahrungsmittel-, Gold- oder Hundeallergie im Körper passiert, und ob die Grastablette hält, was sie verspricht.

Die "Grastablette", seit wenigen Monaten in Europa zugelassen, "ist eine hochinteressante Neuentwicklung", sagt Prof. Dr. Thomas Fuchs, Oberarzt der Abt. Dermatologie und Venerologie an der Universitätsmedizin Göttingen: "In diesem Jahr dauert der Pollenflug möglicherweise länger an. Ob er auch heftiger wird, bleibt abzuwarten. Die Tablette hilft, Allergiker gegen Graspollen unempfindlich zu machen".

Allergisch gegen Gold? "Dass sich hinter einer Unverträglichkeit von Schmuck meist eine Nickelallergie verbirgt, weiß mittlerweile fast jeder. Dass es auch eine Goldallergie geben kann, ist nahezu unbekannt; aber es gibt sie wirklich", sagt Professor Fuchs.

"Nahrungsmittelallergien werden häufig für möglich gehalten, können oft aber nicht nachgewiesen werden", sagt Prof. Fuchs: "Natürlich gibt es definierte Allergien und auch Allergie-Verwandtschaften, etwa zwischen der Haselnuss und Baumpollen. Aber von Patienten, Heilpraktikern und leider auch von manchen Ärzten wird da manches vermengt. Hartnäckig hält sich die Vermutung, dass beispielsweise Allergien gegen Konservierungsmittel oder Farbstoffe weit verbreitet seien. Das Gegenteil ist der Fall. Sie sind ausgesprochen selten".

Programm:

10:00 Uhr Begrüßung

10:05 Uhr Allergisch gegen Gold - gibt es das wirklich?
PD Dr. Johannes Geier, Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK), Abt. Dermatologie und Venerologie, Universitätsmedizin Göttingen
10:25 Uhr Pollen - ein bioaktives trojanisches Pferd
PD Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), Technische Universität München
10:55 Uhr Aktuelles zur Diagnostik der Hundeallergie
Dr. Astrid Heutelbeck, Abt. Arbeits- und Sozialmedizin, Universitätsmedizin Göttingen
11:15 Uhr Sinugene Komplikationen - eine wichtige Differentialdiagnose allergisch bedingter Erkrankungen

Prof. Dr. Rainer Laskawi, Abt. Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Universitätsmedizin Göttingen

11:35 Uhr Aktuelles zur exogen allergischen Alveolitis
Prof. Dr. Jochen Sennekamp, Facharzt für innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Bonn

12:05 Uhr "Open Space" mit Fachdiskussionen und Imbiss

13:05 Uhr Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen - Facts und Fictions
Prof. Dr. Brunello Wüthrich, Spital Zollikerberg, Zürich (Schweiz)
13:35 Uhr Topische Kortikoide versus topische Calcineurin-Inhibitoren
Prof. Dr. Roland Niedner, Klinik für Dermatologie und Allergologie, Klinikum Ernst-von-Bergmann, Potsdam
14:05 Uhr Die Grastablette
Dr. Stefan Espenschied, HNO-Klinik im Städtischen Klinikum, Karlsruhe
14:35 Uhr Allergenspezifische Immuntherapie bei Kindern und Jugendlichen
Dr. Ernst Rietschel, Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Kinderklinik der Universität zu Köln
WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität,
Abt. Dermatologie und Venerologie
Prof. Dr. Thomas Fuchs, Tel. 0551/39-6411
Von Sieboldstr. 3, 37075 Göttingen,
fuchsth@med.uni-goettingen.de

Stefan Weller | idw
Weitere Informationen:
http://www.universitaetsmedizin-goettingen.de

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