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7. Hanseatischer Herzkonvent in Rostock „Herz und Blut“

01.12.2006
Herz und Blut als Einheit betrachten
Medizinertagung richtet sich mit großem Patiententag auch an Betroffene

Zum 7. Mal findet in der kommenden Woche der Hanseatische Herzkonvent am Universitätsklinikum Rostock statt. Zwei Tage lang werden Fragen rund um die Behandlung von Herzkrankheiten erörtert. Die Regionaltagung ist traditionell zweigeteilt: Am 8. Dezember 2006 findet ein großer Patiententag statt.

In verständlich gehaltenen Vorträgen werden Herzerkrankungen und neue Behandlungsmöglichkeiten erläutert. Dabei gibt es auch Gelegenheit zum individuellen Gespräch mit den Herzexperten. Außerdem können Interessenten und Patienten von Mitarbeitern des Uniklinikums für die Erkennung von Herzkrankheiten wichtige Untersuchungen vornehmen lassen, etwa die Bestimmung des Cholesterinspiegels im Blut. Das Blut spielt ohnehin eine wichtige Rolle in der diesjährigen Tagung, denn immer mehr Herzerkrankungen werden durch Untersuchungen des Blutes diagnostiziert. Diese neuen Aspekte stehen im Mittelpunkt des zweiten Tages des Herzkonvents am 9. Dezember 2006, der sich mit wissenschaftlichen Vorträgen an Mediziner richtet.

„Herz und Blut“ lautet der Titel des diesjährigen Hanseatischen Herzkonvents am Uniklinikum Rostock. „Das ist ein ganz heißes Thema in der Kardiologie“, sagt Professor Dr. Christoph A. Nienaber, Leiter der Abteilung für Kardiologie am Uniklinikum Rostock und Organisator der Regionaltagung. „In den vergangenen Jahren hat sich immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass sehr viele Herzkrankheiten anhand bestimmter Blutwerte bestimmt werden können.“ Im Blut finden sich etwa Hinweise auf Herzinfarkte oder sich anbahnende Herzinsuffizienzen, so Professor Nienaber weiter. Andererseits lassen sich Behandlungen anhand bestimmter Blutwerte optimieren. „Herz und Blut müssen als Einheit betrachtet werden“, sagt Professor Nienaber.

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In diesem Sinne werden im Rahmen von Fachvorträgen für Mediziner aktuelle Untersuchungsergebnisse und neue Behandlungsmethoden erläutert. Dabei wird es um die Heilung von Herzinfarkten mit Stents ebenso gehen wie um die Behandlung von Herzkrankheiten mit dem Einsatz von Stammzellen, wie sie in Rostock von Professor Nienaber und Professor Dr. Gustav Steinhoff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie und Mitorganisator der Tagung, praktiziert wird. Besprochen werden auch neue, minimal-invasive chirurgische Verfahren oder der Ersatz von Herzklappen ohne Operation. Angesprochen ist durch spezielle Vorträge etwa zur Katheterhygiene auch das Pflegepersonal von Krankenhäusern und Praxen. Die Vorträge werden von Herzspezialisten aus ganz Deutschland gehalten. Erwartet werden etwa 300 Teilnehmer.

Traditionell richtet sich der Herzkonvent auch an Betroffene. Am Patiententag halten Mediziner allgemeinverständliche Vorträge über Herzkrankheiten, über Vorbeugung und Behandlung. Während der Podiumsdiskussion können Patienten und Interessierte Fragen stellen oder auch Probleme im individuellen Gespräch erörtern, Ratschläge einholen und sich über Krankheitsabläufe und Prognosen aufklären lassen. Darüber hinaus bieten Mitarbeiter des Uniklinikums Rostock kostenlose Untersuchungen an. Sie nehmen unter anderem die Bestimmung von Cholesterin- und Glukosewerten im Blut vor. Das sind wichtige Messungen, deren Ergebnisse auf mögliche Herzerkrankungen hinweisen können, so Professor Nienaber.

8. Dezember 2006, 15.00 bis 18.00 Uhr Patientenseminar
9. Dezember 2006, 9.00 bis 17.00 Uhr Symposion
Ort: Hotel Neptun, Seestraße 19, 18119 Rostock-Warnemünde
Das Patientenseminar findet im Bernsteinsaal statt
Kontakt
Professor Dr. med Christoph A. Nienaber
Leiter der Abteilung Kardiologie und Vaskularmedizin
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin
Universitätsklinik Rostock
Schillingallee 35
18055 Rostock
Tel. 0381/4947701

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock-de

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