Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationales Jahr der Wüsten: UN und Universität Hohenheim laden zur Diskussion

23.11.2006
Englischsprachige Diskussionsveranstaltung mit Hama Arba Diallo, Generalsekretär des UNCCD

1. Dezember 2006 von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, Schloss Hohenheim, Balkonsaal

Die Wüstenbildung durch Menschenhand und klimatische Einflüsse (Desertifikation) schreitet weltweit voran. Hungerkatastrophen und unkontrollierte Migrationsströme sind die Folge. Die Vereinten Nationen haben daher ein eigenes Sekretariat gegründet (UNCCD), das mit vielfältigen Kampagnen versucht, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Für 2006 haben die Vereinten Nationen ein internationales Jahr zu diesem Thema ausgerufen, um das Problem in das Bewußtsein der Öffentlichkeit zu bringen.

In diesem Zusammenhang lädt das Tropenzentrum und Global Cooperation Council e.V. ein zu einer Diskussionsveranstaltung am 1. Dezember 2006 von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr in den Balkonsaal des Hohenheimer Schlosses. Die Organisatoren freuen sich besonders, als Referenten den Generalsekretär des UNCCD, Herrn Diallo, begrüßen zu dürfen.

Die Erforschung der Wüstenbildung und die Entwicklung geeigneter Gegenmaßnahmen hat eine lange Tradition an der Universität Hohenheim. Der Sonderforschungsbereich Westafrika beispielsweise hat wichtige Grundlagen zu dieser Thematik erarbeitet. In mehrjährigen Untersuchungen vor Ort wurden die Auswirkungen von Winderosion auf die wichtigste Nahrungspflanze des Sahel, die Perlhirse, erforscht: "Windschutzhecken sind effiziente Methoden, um Sandsturmschäden zu reduzieren, jedoch ökonomisch nicht attraktiv. Bodenbedeckung mit Hirsestroh ist die bessere Alternative", so Dr. Michels, ehemaliger Mitarbeiter im SFB. Die Forschung hat ergeben, daß selbst im Sahel auf Trockenheit kein Hunger folgen muss.

"Der Schutz der Bodenoberfläche durch geeignete Pflanzenbedeckung hat eine erhebliche Minderung der Bodenerosion zur Folge", betont auch Prof. Stahr vom Institut für Bodenkunde. Bleibt die oberste Bodendecke intakt, so kann sie Erstaunliches leisten. Dr. Veste, Mitarbeiter am Institut für Botanik der Universität Hohenheim, fand in einem kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekt in der israelischen Negevwüste heraus, dass eine wenige Millimeter dicke biologische Kruste aus Bakterien und Grünalgen, die die Sandoberfläche bedeckt, entscheidend ist für die Wasserverfügbarkeit und somit die Vegetationsverteilung in dieser Sandwüste. "Diese biologische Kruste ist zugleich auch die wichtigste Stickstoffquelle", erklärt Dr. Veste weiter. Erkenntnisse der ökologischen Grundlagenforschung haben somit eine wichtige Bedeutung für die Rehabilitation in den von Desertifikation betroffenen Regionen.

Desertifikation ist aber nicht auf Afrika oder den Nahen Osten beschränkt. In einem neuen Verbundprojekt wollen künftig deutsche und chinesische Wissenschaftler zusammenarbeiten, um ökologische Probleme der Trockengebiete im Nordwesten Chinas zu bekämpfen. Dazu soll ein gemeinsames Zentrum für Trockengebietsforschung in Bejing gegründet werden, an dem auch die Universität Hohenheim beteiligt ist.

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.troz.uni-hohenheim.de

Weitere Berichte zu: Desertifikation UNCCD Wüstenbildung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
22.01.2018 | BusinessForum21

nachricht Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation
22.01.2018 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
Weitere B2B-VideoLinks
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen