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IT trifft Fußball beim hessen-it Kongress

23.11.2006
Hessen ist einer der Spitzenstandorte für Unternehmen der Informations- und Kommunikationsindustrie. Um den Akteuren dieses dynamischen Marktes eine Plattform für Informationen und Austausch zu bieten, führt die Aktionslinie hessen-it auch 2006 wieder den hessen-it Kongress durch.

Das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung unterstützt die Initiative mit zahlreichen Exponaten. Und so bekommen die Experten am 30. November in der Commerzbank Arena Frankfurt nicht nur theoretischen Einblick in neueste technologische Entwicklungen, sondern können einige Innovationen selbst ausprobieren.

Vorträge über neueste IT-Technologien oder die aktuellsten Fortschritte der Computergraphik sind eine Sache. Die Entwicklungen selbst auszuprobieren, mit Zukunftstechnologien im wahrsten Sinne des Wortes zu spielen, eine ganz andere. Dies dachten sich wohl auch die Organisatoren des hessen-it Kongresses und holten sich für ihre Veranstaltung die Unterstützung des Zentrums für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V. ins Boot. Und so zeigt das ZGDV frei nach dem Motto "IT trifft Fußball" einige seiner Entwicklungen beim hessen-it Kongress am 30. November 2006 in der Commerzbank Arena Frankfurt.

Für diejenigen, die nach langen Workshop-Marathons etwas Bewegung brauchen, bietet das ZGDV die interaktive Torwand. Hier steht der Spieler selbst vor einer virtuellen Torwand, die auf einem Display angezeigt wird. Für ihn gilt es, die virtuellen Bälle, die ihm um die Ohren fliegen, abzuwehren. Dazu arbeitet das System mit Technologien der Virtuellen Realität. Der Spieler selbst wird mittels einer Digitalkamera in die Spielszene eingeblendet.

Ein weiteres Exponat spricht vor allem die Besucher an, die noch immer nicht genug von der Fußball-WM haben. Sie bekommen die Chance, Schlüsselszenen der Spiele wie etwa Eckbälle, Freistöße oder Elfmeter-Schüsse als 3-D-Rekonstruktion noch einmal zu erleben. Das Besondere dabei: Der Nutzer kann die Szenen als dreidimensionale Rekonstruktion aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten. Während der WM-Spiele wurden diese Szenen innerhalb weniger Minuten rekonstruiert. Die Forscher des ZGDV entwickelten dazu ein Programm, das aus den Aufnahmen der Fernsehkameras die Bewegungen der Sportler mittels virtueller Charaktere realitätsnah nachbildet. Eine eigens dafür erzeugte Spielerdatenbank enthält eine Vielzahl dieser so genannten Avatare.

Zur persönlichen Erlebnisgeschichte wurde die Fußball-WM durch die erzählerische Komponente der ZGDV-Abteilung Digital Storytelling - den sogenannten Story Generator. Dazu werden mit dem Fotohandy Bilder und Filme aufgenommen und in einem persönlichen Tagebuch abgelegt. Dann stellt das System einige Fragen, beispielsweise zum letzten Spiel oder den aufregendsten Erlebnissen während der WM. Aus den Antworten wird eine individuelle Geschichte in Form eines kleinen Films erzeugt, der die Antworten des Nutzers mit den Bildern aus dem Tagebuch und vordefinierten Video-Sequenzen kombiniert. Der fertige Film kann dann direkt per E-Mail an Freunde und Bekannte verschickt werden.

Sowohl die 3-D-Rekonstruktion von Spielszenen als auch der Story Generator wurden zwar im Projekt Servingo anlässlich der Fußball WM 2006 entwickelt, können und sollen aber auch in Zukunft bei anderer Gelegenheit eingesetzt werden. Sie könnten etwa in Sportsendungen, bei kleineren Tagesveranstaltungen aber auch bei Großveranstaltungen wie der nächsten Europameisterschaft oder Olympia zum Einsatz kommen.

Das detaillierte Programm zum hessen-it Kongress finden Sie im Internet unter http://www.hessen-it.de.

Weitere Informationen zu den Exponaten des ZGDV erhalten Sie bei:

Dr. Stefan Göbel
Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V.
Telefon: 06151/155-632
E-Mail: stefan.goebel@zgdv.de
Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy und IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), den Omaha Graphics and Media Laboratories (OGM Labs) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.hessen-it.de
http://www.zgdv.de

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