Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klima im Wandel – Fakten, Folgen, Perspektiven

13.11.2006
Die EnBW lud zur Ersten Deutschen Klimakonferenz
„Der Klimawandel ist keine Frage der Lebensqualität, er ist eine Frage des Überlebens“, mit diesen Worten eröffnete Gastgeber Prof. Dr. Utz Claassen, Vorstand der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) die zweitägige Erste Deutsche Klimakonferenz.

Der Einladung der EnBW nach Berlin waren am 20.09.2006 namhafte Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer aus der ganzen Welt gefolgt. Trotz kontroverser Diskussionen um Details waren sich die Redner wie Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Prof. Dr. Mojib Latif*, Prof. Dr. Stefan Rahmstorf** oder der aus den USA zugeschaltete Al Gore in einem einig: der drastischen Reduktion der CO2-Emissionen weltweit, vor allem aber in den Industrienationen.

„Unser Planet hat Fieber“

Man muss nicht Klimaforscher sein, um die Klimaveränderungen der letzten Jahre wahrzunehmen. In nur 100 Jahren hat sich die Temperatur der Erde um 0,8°C erhöht. Die Folge sind ein Abschmelzen der Eisberge, Flutwellen und die Bedrohung ganzer Inselstaaten. Gleichzeitig führt die konstante Erderwärmung dazu, dass klimasensible Arten aussterben werden, da ihnen die Lebensgrundlage entzogen wird und Krankheitsmuster sich verändern. So wird es zukünftig eine ernstgemeinte Frage sein, ob sich Malaria und ähnliche Tropenkrankheiten auch bei uns ausbreiten können.

Die Klimaveränderung ist zivilisationsgemacht

Unsere Lebensweise und der immer größere Energiehunger der Welt tragen die Hauptschuld an der Klimaveränderung. Insbesondere der hohe CO2-Ausstoß muss drastisch gesenkt werden, um die Erde vor einem Kollaps zu bewahren.

Die EnBW tritt auf die CO2-Bremse

Neben einer energieeffizienteren Lebensweise geht es der EnBW darum, Energie effizienter zu erzeugen. Der Baden-Württemberger Energiedienstleister hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um seiner gesellschaftlichen Vorreiterrolle gerecht zu werden:

  • Als Unternehmen mit dem höchsten Anteil emissionsfreier Energieerzeugung in Deutschland, setzt sich die EnBW für die „Große Wasserkraft“ ein. Mit 300 Mio. Euro wird der Neu- und Ausbau des Wasserkraftwerks Rheinfelden gefördert.
  • Ein kleiner, aber wichtiger Schritt beim Energiemix: Im Bereich erneuerbare Energien unterstützt die EnBW alle ökonomisch und regionalpolitisch vertretbaren Biomasse-Projekte in Baden-Württemberg.
  • Neben laufenden Pilotprojekten mit der Bundes- und Landesregierung übernimmt die EnBW auch Einzelvorhaben im Bereich Geothermie. Trotz hoher Risiken und nicht unerheblicher Initialkosten, stellt Geothermie eine „eiserne Reserve“ für die Zukunft dar, die es jetzt aufzubauen gilt.
  • Gemeinsam mit der niedersächsischen Landesregierung plant die EnBW ein Pilotprojekt für Deutschland: eine in die Küstenschutzmaßnahme eingebettete Wellenkraftanlage. Ferner haben beide Parteien den Bau eines Druckluftspeicherkraftwerks vereinbart.

Politik, Wirtschaft, Forschung und Energiedienstleister sind gemeinsam gefragt
Um die drohende Klimakatastrophe soweit wie möglich abzuwenden, ist die Übernahme globaler und kollektiver Verantwortung aller Beteiligten notwendig. Von Seiten der Politik gilt es Rahmenbedingungen auszuhandeln, um die weltweiten Emissionen drastisch zu reduzieren. Die Berliner Runde setzt sich die Reduktion um im Schnitt mehr als 50% bis Mitte des Jahrhunderts zum Ziel. Insbesondere die Industrienationen mit ihren erhöhten Pro-Kopf-Emissionen müssen eine Reduktion um bis zu 80% vornehmen.

Nächste Schritte

Dem britischen Beispiel der Corporate Leaders Group on Climate Change folgend, wird in Deutschland ein vergleichbares Gremium geschaffen. Gleichzeitig sollen weitere Unternehmen zur Mitarbeit in der Runde gewonnen werden.

Im Austausch mit Wissenschaft und Politik werden Rahmenbedingungen formuliert und Maßnahmen erarbeitet, um die ehrgeizigen Ziele halten zu können. Erste Vorschläge sind neben der Schaffung eines langfristigen Rahmenwerks der Aufbau eines globalen Markts für Emissionszertifikate mit effektiven Anreizen zur CO2-Reduktion.

Erste Ergebnisse sollen 2007 im Rahmen der Zweiten Deutschen Klimakonferenz verkündet werden.

Prof. Dr. Utz Claassen fasst das Anliegen zusammen: „Nur wenn Wissenschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen, können wir die Energieversorgung und das ökologische Gleichgewicht für die nachfolgenden Generationen sichern – als Energiekonzern sehen wir darin einen zentralen Auftrag. Die EnBW wird über ihre bisherigen Aktivitäten hinaus ihre Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz weiter intensivieren und keine Entscheidungen treffen, die Aspekte des Klimaschutzes ignorieren.“

*Leiter Ozeanzirkulation und Klimadynamik am IFM-Geomar der Universität Kiel
**Leiter der Abteilung Klimasystem des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

Weitere Informationen unter: EnBW-Klimakongress www.enbw.com/content/de/impulse/gesellschaft/klimawandel-kongress/index.jsp;jsessionid=46B494532BBBA57D6B4E78D09173C950.nbw05

Dorota Zacirka | EnBW AG
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

Weitere Berichte zu: Industrienation Klimakonferenz Klimaveränderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise