Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Teamarbeit und Kommunikation für Sterbende

21.09.2006
6. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

Wenn Heilung nicht mehr möglich ist, sind Ärzte und Pflegende ganz besonders gefordert: Im Team sorgen sie dafür, dass es sowohl dem Schwerstkranken als auch seinen Angehörigen gut geht. Die Linderung von Schmerzen und anderen körperlichen Beschwerden, aber auch die seelische und spirituelle Begleitung stehen im Vordergrund. Teamarbeit und Kommunikation sind dabei aus Sicht von Experten die Schlüssel zum gelingenden Zusammenspiel der Kräfte. Mit diesen beiden Themen befasst sich daher der 6. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Hamburg.

Die Deutsche Krebshilfe ist Vorreiterin für die Etablierung der Palliativmedizin in Deutschland. Diese ganz besonders menschliche Form der Medizin legt sich wie ein schützender Mantel (lat. „pallium“) um Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die gemeinnützige Organisation beteiligt sich an der Ausrichtung des 6. Kongresses der DGP in Hamburg, denn: „Trotz der Entwicklung in den letzten zwei Jahrzehnten ist der Bedarf an palliativmedizinischen Strukturen, um flächendeckend schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen aufzufangen, noch nicht gedeckt. Es fehlen sowohl Palliativstationen und -betten als auch ambulante Dienste und Hospize“, so Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Themen des Kongresses sind Kommunikation und Teamarbeit, Gesundheitspolitik, Versorgung, Therapie, Forschung, Ethik und Spiritualität. 70 Referenten werden dazu Vorträge halten. Die Veranstalter erwarten 1.200 Teilnehmer. „Die palliative Versorgung lebt nur mit den fünf Säulen Medizin, Pflege, psychosoziale Betreuung, Spiritualität und Ehrenamt. Dies soll auch durch das Kongress-Programm unterstrichen werden: Der deutsche Palliativkongress spiegelt diese Interdisziplinarität wider“, so die Kongress-Präsidentin, Dr. Maja Falckenberg.

... mehr zu:
»DGP »Palliativmedizin »Sterbehilfe

Die DGP bewertet die derzeitige politische Entwicklung als durchaus positiv: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hatte bereits Ende Oktober

2005 angekündigt, einen Leistungsanspruch auf ambulante palliativmedizinische Betreuung durchzusetzen. „Der ministeriellen Ankündigung müssen nun Taten folgen“, so Professor Dr. Eberhard Klaschik, Präsident der DGP.

Am 21. September 2006 findet von 18 bis 20 Uhr eine Patientenveranstaltung statt mit dem Titel „Leben bis zuletzt – Brauchen wir ein Recht auf aktive Sterbehilfe?“. Unter diesem Motto diskutieren Experten und Interessierte in Hamburg, Kiel und Bremen über Videokonferenzschaltung miteinander. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein Vortrag des holländischen Ethikers Dr. Henk Jochemsen. Er berichtet über die aktuellen Entwicklungen in den Niederlanden: Dort werde zunehmend die aktive Sterbehilfe (Euthanasie) angewandt und der Verdacht liege nahe, dass dies nicht zuletzt auch auf ökonomische Motive der Ressourcenknappheit zurück zu führen sei.

Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft und der Weiterentwicklung der klinischen Medizin bekommt die Ethik eine immer größere Bedeutung: „Die Palliativbewegung ist eine Chance zur Entwicklung einer Zivilgesellschaft, die menschlich mit ihren schwächsten Gliedern umgeht“, so Kongress-Präsidentin Falckenberg.

Der 6. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin findet statt vom 21. bis zum 23. September 2006. Nähere Informationen zum Kongress-Programm im Internet unter www.dgpalliativmedizin.de/kongress.

| Deutsche Krebshilfe e.V.
Weitere Informationen:
http://www.dgpalliativmedizin.de/kongress
http://www.krebshilfe.de

Weitere Berichte zu: DGP Palliativmedizin Sterbehilfe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung
26.07.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln
26.07.2017 | Technische Hochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biomarker zeigen Aggressivität des Tumors an

26.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Schwere Infektionen bei Kindern auch in der Schweiz verbreitet

26.07.2017 | Medizin Gesundheit

Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge

26.07.2017 | Geowissenschaften