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"Lange Nacht der Sterne" des Astrophysikalischen Instituts Potsdam

14.09.2006
Am 16. September lädt das Astrophysikalische Institut Potsdam (AIP) von 18.00 bis 24.00 Uhr zu einer "Langen Nacht der Sterne" auf dem Telegrafenberg ein.

An diesem Abend will das AIP sich und seine Arbeit vorstellen und Interessierten einen Eindruck der wissenschaftlichen Arbeit in der Astrophysik vermitteln. . In der ehemaligen Astro-Kuppel im PIK werden für die Öffentlichkeit gut verständliche Vorträge zu interessanten Gebieten der Astronomie, z.B. zur Sternentstehung, zu Gamma-Ray-Strahlen-Ausbrüchen, aber auch zu modernen Gebieten der Astrophysik wie dem Universum im Computer und robotischen Teleskopen gehalten. Wer schon immer Fragen zur Astronomie hatte, kann sie im PIK bei der Fragerunde unseren Experten Prof. Steinmetz, Prof. Strassmeier, Prof. Wisotzki oder Dr. Zinnecker stellen. Ein Ziel ist es, auch Schüler für die Astrophysik zu begeistern. Daher wird das Michelson-Experiment geöffnet sein, das erstmals 1881 von Albert Abraham Michelson hier in Potsdam durchgeführt wurde.

Es stellt eines der berühmtesten und bedeutendsten Experimente in der Geschichte der Physik dar. Michelson bewies, dass elektromagnetische Wellen wie z.B. Licht nicht an einen sogenannten Lichtäther gebunden sind, wie man Ende des 19. Jahrhunderts noch glaubte. Das Experiment was somit der Anlass für die Entwicklung der Relativitätstheorie durch Einstein. Im Schülerlabor können die Schüler lernen, wie ein Spektrum erzeugt wird und beim Schülerexperiment mit Raketen können sie auch selber anpacken. Es gibt Filmvorführungen zu Institutsprojekten und interessanten Astronomie-Themen, einen Fotoshop und vieles mehr. Aber das ist nicht alles: es wird außerdem halbstündlich (18.00, 18.30, 19.00, 1930) Führungen über den Telegraphenberg mit seinen historischen, wissenschaftlichen Gebäuden geben.

Der gerade wiedereröffnete Große Refraktor und der Einsteinturm, der 1924 von Erich Mendelsohn zum Beweis der Allgemeinen Relativitätstheorie erbaut wurde, können besichtigt werden. Nicht nur der Einsteinturm selber, auch das Labor unter dem Einsteinturm ist geöffnet. Bei gutem Wetter wird es erstmals Himmelsbeobachtungen mit dem Großen Refraktors geben, das das größte Linsenteleskop Deutschlands und immerhin das viertgrößte der Welt ist. Der Große Refraktor wurde 1899 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II als Hauptteleskop des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam eröffnet und am 31. Mai 2006 nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wiedereröffnet. Ab Einbruch der Dunkelheit kann bei klarem Himmel unter fachkundiger Anleitung mit einem mobilen Spiegelteleskop auf der der Wiese vor dem Einsteinturm der Sternenhimmel beobachtet werden. Weitere Informationen, Vortragstitel und Anfangszeiten und einen Wegeplan finden Sie unter http://www.aip.de/kalender.html. Die Veranstaltung ist offen für Jedermann und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Shehan Bonatz | idw
Weitere Informationen:
http://www.aip.de
http://www.aip.de/kalender.html

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