Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1.500 Teilnehmer beim Deutschen und Europäischen Logopädiekongress in Berlin erwartet

12.09.2006
Eva Luise Köhler begrüßt das Engagement der Logopäden für mehrsprachige Menschen

"Die Sprache ist eine Schlüsselqualifikation sowohl für den schulischen als auch für den beruflichen Erfolg. Deshalb ist es gut und wichtig, dass Logopäden aus ganz Europa hier in Berlin über die Chancen und Herausforderungen der Mehrsprachigkeit diskutieren." Dies sagte die Gattin des Bundespräsidenten, Eva Luise Köhler, anlässlich des morgen beginnenden Deutschen und Europäischen Logopädenkongresses in Berlin. Insbesondere mehrsprachige Kinder mit Sprachstörungen brauchten gezielte Hilfe, um ihre Chancen in der Gesellschaft zu verbessern, so die First Lady.

Bis zum 17. September 2006 werden im Berliner Congress Center 1.500 Logopädinnen und Logopäden aus 22 Ländern tagen. Gastgeber sind der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) und der europäische Dachverband der nationalen Logopädenverbände, CPLOL.

Unter dem Motto "Die kulturelle Vielfalt in einem mehrsprachigen Europa. Eine Herausforderung für LogopädInnen" geht es in Vorträgen von mehr als 100 Referenten aus 14 Ländern um die Frage, was Logopädinnen und Logopäden zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und damit auch zu einem vielsprachigen Europa beitragen können.

"Für uns als europäische LogopädInnen bedeutet das, dass wir uns dafür engagieren, dass kulturelle Unterschiede und sprachliche Vielfalt in der Diagnostik und Therapie von Menschen mit Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen angemessen berücksichtigt werden", so die Präsidentin des CPLOL, Birgitta Rosén-Gustafsson. Hierfür sei ein enger Austausch zwischen Sprachforschung und logopädischer Praxis notwendig, wie ihn dieser Kongress ermögliche.

Durch die Migration steigt in Europa der Bevölkerungsanteil, der eine logopädische Therapie braucht, die die jeweilige Muttersprache berücksichtigt. In Deutschland sind dazu bisher 1.500 von 8.600 Logopäden in der Lage, wobei nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hier 15 Millionen Menschen mit einem Migrationshintergrund leben, viele davon mit nicht-deutscher Muttersprache. "Unsere Aufgabe ist es, daran mitzuwirken, dass Migranten mit einer Aphasie ebenso behandelt werden wie mehrsprachige Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung", so dbl-Präsidentin Dr. Rausch.

"Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist beispielsweise, die Instrumente der logopädischen Diagnostik und Therapie nicht einfach in andere Sprachen zu übersetzen, sondern an die Spezifika der jeweiligen Sprachen und Kulturen anzupassen", konkretisiert Rosén-Gustafsson. Dr. Rausch: "Überwunden werden muss auch die Tendenz, Kindern aus Migrantenfamilien notwendige Therapien zu verweigern, weil man die Sprachstörung fälschlicherweise für eine Folge der Zweisprachigkeit hält, der man mit allgemeinen Sprachförderprogrammen beizukommen glaubt." "Unser Kongress will auch dazu beitragen, mit solchen Mythen aufzuräumen", so die dbl-Präsidentin.

Lucas Rosenthal | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.dbl-ev.de

Weitere Berichte zu: Diagnostik Logopädie Sprachstörung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe
26.04.2018 | ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

nachricht Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland
26.04.2018 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics