Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Konferenz über Magnetresonanz in Göttingen

15.08.2006
Etwa 800 Wissenschaftler aus aller Welt werden vom 20. bis 25. August in Göttingen erwartet zur 22. "Internationalen Konferenz über Magnetische Resonanz in Biologischen Systemen" (ICMRBS).

Die Tagung, die alle 2 Jahre stattfindet (zuletzt in Hyderabad, Indien) gilt als wichtigstes Forum für Entwicklung und Anwendung von Magnetresonanz bei biologischen Fragestellungen. Organisator ist Prof. Christian Griesinger vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.

Ein Anwendungsgebiet der Magnetresonanz (MR oder NMR) in biologischen Systemen ist vielen Menschen bekannt: Die Magnetresonanz-Tomografie (früher auch Kernspin-Tomografie genannt) gehört in vielen Krankenhäusern inzwischen zu den Standardverfahren bei diagnostischen Untersuchungen. Aber mit den Methoden der Magnetresonanz kann man auch (ohne Operation) die chemische Zusammensetzung von biologischem Material untersuchen und z.B. Ablagerungen oder die Bildung bestimmter Zellen entdecken. Ein relativ neues Gebiet der Magnetischen Resonanz sind Strukturuntersuchungen an großen, biologischen Molekülen. Die im Magnetfeld ausgelösten Schwingungen werden genau vermessen und erlauben mit komplizierten Rechenverfahren Rückschlüsse auf die Molekülstruktur. Mit dieser Methode wurde z.B. kürzlich festgestellt, wie ein Skorpiongift an Ionenkanäle in der Zellmembran bindet und deren molekulare Struktur verändert.

Die "Internationalen Konferenzen über Magnetische Resonanz in Biologischen Systemen" (ICMRBS) bestehen seit 1964. Es handelt sich um eine Serie zweijährlich stattfindender Konferenzen, die in den vergangenen 30 Jahren erheblich an Größe und Inhalt gewachsen sind. Die Treffen sind ein wichtiges Forum zum Austausch und zur Bewertung neuer Methoden und Entwicklungen. Neben der Verwendung von EPR (Paramagnetische Resonanz von Elektronen) und NMR (Magnetresonanz) an lebenden Systemen werden dort auch Methoden der Strukturbestimmung von Proteinen und Aminosäuren mit mehrdimensionalen NMR-Techniken diskutiert. Ziel ist die Bewertung des aktuellen Forschungsstandes und eine Richtungsbestimmung, wo Magnetresonanz den größten Erkenntnisgewinn bei biologisch wichtigen Problemen liefern kann.

... mehr zu:
»ICMRBS »Magnetresonanz

Auf 21 Treffen in 12 verschiedenen Ländern in Nordamerika, Europa, Japan und Indien können die ICMRBS bisher zurückblicken. Die beiden letzten Treffen fanden in Toronto, Kanada, und in Hyderabad, Indien, statt. Nach Göttingen (2006) geht es 2008 nach San Diego in den USA.

Zur Ehrung der Gründer der ICMRBS wird seit 2002 die "ICMRBS Founders Medal" an junge Wissenschaftler vergeben, die außergewöhnliche Beiträge zur Entwicklung der magnetischen Resonanz in biologischen Systemen gemacht haben. Preisträger in diesem Jahr ist Dr. Marc Baldus, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen. Er hat mit neuen Methoden die Festkörper- NMR-Spektroskopie für biologische Fragestellungen geöffnet und diese Methoden bei der Untersuchung von wichtigen biologischen Systemen angewendet.

Zur ICMRBS: Prof. Dr. Christian Griesinger, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Abteilung NMR-basierte Strukturbiologie, Am Fassberg 11, 37077 Göttingen, Tel: 0551 201-2200, Fax: -2202

Dr. Christoph Nothdurft | idw
Weitere Informationen:
http://www.mpibpc.gwdg.de/
http://www.icmrbs.org

Weitere Berichte zu: ICMRBS Magnetresonanz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie