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Kleine Maschinen - große Chancen

03.08.2006
Internationales Symposium der VolkswagenStiftung vereint in Chemnitz weltweit führende Wissenschaftler

Die Miniaturisierung von Maschinen und Funktionseinheiten auf eine Größe von nur einigen hundert Atomen ist inzwischen technisch möglich und verspricht vielfältige innovative Anwendungen. In den vergangenen Jahren hat insbesondere die Herstellung elektronischer Schaltungen und mechanischer Apparate, deren Einzelteile weniger als ein zehntausendstel Millimeter messen, für großes Aufsehen gesorgt. In solchen nanoskopischen Systemen dominieren andere nichtlineare Wechselwirkungen als in makroskopischen Sytemen. Zusätzlich werden solche Systeme durch Quanteneffekte und zufällige thermische Bewegungen stark beeinflusst. Fast scheint es, als seien diese Nanosysteme zu kompliziert um sie gezielt anwenden zu können. Es erweist sich aber, dass diese neuen Effekte auch neue Möglichkeiten bieten, die bei größeren Systemen verstellt sind.

Um jedoch funktionsfähige nanoskalige Maschinen zu entwickeln, ist ein grundlegendes Verständnis der dort herrschenden Gesetze und Prinzipien nötig. Um die Erforschung der Dynamik von nanoskopischen Systemen voranzutreiben und die neuesten Ergebnisse zu diskutieren, treffen sich vom 28. bis 30. August 2006 in Chemnitz 70 Wissenschaftler aus den USA, Australien, Israel und vielen europäischen Ländern. Die Professur für Komplexe Systeme und Nichtlineare Dynamik der TU Chemnitz unter der Leitung von Prof. Dr. Günter Radons veranstaltet gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Georg Schuster von der Universität Kiel das Symposium "Nonlinear Dynamics of Nanosystems". Die Tagung findet jeweils von 8.30 bis 17 Uhr im Hotel "Chemnitzer Hof", Theaterplatz 4, statt.

Dieses Symposium wird wegen seines Initialcharakters von der VolkswagenStiftung gefördert. Es ist das erste internationale Treffen, auf dem weltweit führende Wissenschaftler die Nichtlineare Dynamik von Nanosystemen diskutieren. Um nichtlineare Effekte auf Nanoskalen verstehen und beherrschen zu können, ist die Zusammenarbeit vieler Fachgebiete gefragt. Dieser interdisziplinären Arbeit dient die Chemnitzer Konferenz: Hier tauschen Experten aus Fachdisziplinen wie Elektronik und Optik, Mechanik und Hydrodynamik, Magnetismus und Biophysik die neuesten Forschungsergebnisse aus. Für diese fachübergreifende Fragestellung besitzt die TU Chemnitz mit der Professur für Nichtlineare Dynamik und Komplexe Systeme eine besondere Kompetenz.

Weitere Informationen gibt Dr. Benno Rumpf, Professur für Komplexe Systeme und Nichtlineare Dynamik der TU Chemnitz, unter Telefon (03 71) 5 31 - 33 212, E-Mail nldnano@tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/physik/KSND/de/veranstaltungen.php

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