Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

400 Forscher aus 15 Ländern tagen bei den 9. IFF-Wissenschaftstagen

22.06.2006
400 Forscher diskutieren am 21. und 22. Juni 2006 in Magdeburg bei den 9. IFF-Wissenschaftstagen Themen der virtuellen Realität und der Logistik. Das Fraunhofer IFF bindet in die wissenschaftliche Veranstaltung Partner aus laufenden Industrie- und Forschungsprojekten ein. Die Aufgrund der guten Vernetzung innerhalb der internationalen Forschungsgemeinschaft haben sich Teilnehmer aus 15 Ländern angemeldet. Das Fraunhofer IFF ist bislang an zwölf internationalen Projekten aus dem sechsten Rahmenforschungsprogramm der EU beteiligt. Zusätzlich hat das Fraunhofer IFF im Rahmen des Marie-Curie-Programms die Möglichkeit, zwölf Nachwuchswissenschaftler aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland am VDTC zu beschäftigen.
Insbesondere im Bereich der virtuellen und erweiterten Realität entwickelt sich Magdeburg zu einem europaweit wahrgenommenen Forschungszentrum. Bei Entwicklungs- und Technologiechefs von Wirtschaftsunternehmen stößt die zweitägige Tagung "Virtual Reality und Augmented Reality zum Planen, Testen und Betreiben technischer Systeme" auf große Resonanz, da man sich von den virtuellen Technologien entscheidende Wettbewerbsvorteile beim Entwickeln, Testen und Herstellen neuer Produkte erhofft. Die internationale Fachtagung organisiert das Fraunhofer IFF in enger Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universität. Inhaltlich eingebunden sind das Kompetenznetzwerk zur virtuellen und erweiterten Realität ViVERA, das europäische Forschungsprojekt VIRTHUALIS, das Europäische Exzellenznetzwerk INTUITION und zahlreiche Partner aus Projekten der EU-Forschungsförderung.

Ein wesentliches Ziel der Tagung ist es, Anwender und Entwickler von Technologien der virtuellen und erweiterten Realität in einen Dialog zu führen. Besonderen Wert legt das Fraunhofer IFF auf den Dialog der Wissenschaftler mit den Experten aus der Industrie und den mittelständischen Unternehmen, um den schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft zu unterstützen und Innovation zu beschleunigen. Im Fokus stehen die Branchen: Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Prozessindustrie, Luftfahrt, Schiffbau und Medizintechnik.

Im Bereich der Logistik stehen Technologien und Lösungen im Vordergrund, um die zunehmenden internationalen Warenflüsse sicherer und transparenter zu machen. Besondere Bedeutung haben hierbei RFID und die Satellitennavigationstechnik. Mit dem Start des Satellitennavigationssystems Galileo entsteht die Grundlage für eine Vielzahl von neuen Anwendungen und Dienstleistungen, die es erlauben, die Logistik intelligenter und die Prozesse zuverlässiger zu gestalten. Sowohl für die Region Mitteldeutschland als auch für die Bundesrepublik insgesamt bietet die Logistik enormes Entwicklungspotenzial bei steigenden ökonomischen und ökologischen Herausforderungen. Neue Technologische Lösungen sollen dazu beitragen, die führende Position Deutschlands auf dem Gebiet der Logistik weiter auszubauen.

Ergänzende Informationen:

Zu ViVERA
Konsortialführung: Fraunhofer IFF (ViVERA-Sprecher: Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Schenk)
Mitglieder: 6 Fraunhofer-Institute und 6 Universitäten
Hauptziel: Wirtschaftliche Nutzung von Forschungsergebnissen und die Umsetzung in innovative Produkte und Dienstleistungen
Für eine nachhaltige Entwicklung wird insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen der direkte Zugang zu modernen Technologien ermöglicht
Vorgehensweise: Forschungsergebnisse der vom BMBF in den Jahren 1999 bis 2004 geförderten 16 Verbundprojekte zur virtuellen und erweiterten Realität mit 93 Partnern werden gebündelt und kleinen und mittleren Unternehmen branchenübergreifend zur Verfügung gestellt.
Themenfelder

* Entwicklung
* Test
* Produktion
* Qualifizierung

Zu VIRTHUALIS
Konsortialführung: Politecnico di Milano
Mitglieder: mehr als 40 Partner aus Wissenschaft und Industrie aus 15 Ländern
Hauptziel: Sicherheit in der Prozessindustrie erhöhen (ca. 90 % der Fehler und Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen)
Vorgehensweise: Berücksichtigung menschlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen und Entwicklung speziell darauf abgestimmter VR-Technologien. Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse bei der Planung und Errichtung neuer Anlagen und Maschinen

Zu INTUITION
INTUITION wird durch die EU gefördert und bündelt die Kompetenz von 58 Partnern aus 15 Ländern. Ziel ist es, die europäischen Aktivitäten im Bereich der virtuellen Realität und der Anwendungen in virtuellen Umgebungen zu koordinieren und den aktuellen Stand der rasanten Technologieentwicklung permanent zu dokumentieren. (Der Sprecher des INTUITION Network of Excellence, Dr. Angelos Amditis wird einen der drei Impulsvorträge der 9. IFF-Wissenschaftstage halten)

Über das Marie Curie Programm
Ziel ist es, innerhalb von vier Jahren zwölf Nachwuchswissenschaftler aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland die Möglichkeit zu geben, am VDTC des Fraunhofer IFF an internationalen Forschungsprojekten mitzuwirken und in Industrieprojekten Praxiserfahrungen zu sammeln. Angeboten werden ein- bis dreijährige Aufenthalte, die je nach Länge und Interesse der Forscher mit einem Master oder Doktortitel abschließen können. Der thematische Schwerpunkt des Programms umfasst den Bereich des anwendungsorientierten Virtual Engineering. Drei Themenfelder stehen dabei zur Auswahl: virtuelle Produktentwicklung, virtuelle Prozesssteuerung und virtuell-interaktives Training.

Herbert Siegert | idw
Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Prozessindustrie VDTC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Workshop »Emissionsarme Bauprodukte und Wohngesundheit«

28.03.2017 | Seminare Workshops

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Nachwuchswissenschaftler blicken in die Quantenwelt

28.03.2017 | Seminare Workshops