Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Koryphäen der Schwerionenforschung treffen sich in Frankfurt

29.03.2006


Erste internationale Konferenz am FIAS

... mehr zu:
»FIAS »GSI

Ein Jahr nach seiner Eröffnung richtet das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) eine hochkarätig besetzte internationale Konferenz zur Schwerionenforschung aus, zu der etwa 150 Wissenschaftler aus aller Welt anreisen werden. Diskutiert werden dabei Fragen der Art: "Gibt es neuartige Formen der Materie bei extrem hoher Dichte und Temperatur?", "Was spielt sich bei Supernova-Explosionen und im Inneren kollabierter Sterne ab?", "Was sind die schwersten möglichen Elemente und wie kann man sie herstellen?". Die Tagung "International Symposium on Heavy Ion Physics ISHIP2006" findet vom 3. bis 6. April 2006 auf dem Campus Riedberg der Johann Wolfgang Goethe-Universität statt.

Besonders stark vertreten unter den Teilnehmern und Rednern ist die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI, Darmstadt), deren neues Beschleunigerprojekt FAIR (Facility for Anti-Proton and Ion Research) zu den größten wissenschaftlichen Zukunftsprojekten in Deutschland gehört. Eröffnet wird die erste größere Tagung am FIAS daher auch von Prof. Walter, wissenschaftlicher Direktor der GSI, mit einem Vortag über die Zukunft der Schwerionenforschung.


Deutlich wird die internationale Vernetzung der Forschung am FIAS und der GSI durch die Beiträge zahlreicher Gäste aus dem Ausland. Im Mittelpunkt stehen dabei Ergebnisse, die von Forschergruppen an großen Beschleunigerlabors erzielt wurden, insbesondere am Brookhaven National Laboratory in den USA und am Institut für Kernforschung in Dubna, Russland. Das Brookhaven National Laboratory ist derzeit das Forschungsinstitut, in dem Schwerionen mit Hilfe des Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) auf die weltweit höchsten Energien beschleunigt werden können. Bei den Kollisionen der hochenergetischen schweren Ionen wird nach Ansicht vieler Forscher ein neuer Zustand der Materie - das so genannte Quark-Gluon-Plasma - erzeugt. Das Institut für Kernforschung in Dubna konkurriert mit der GSI in Darmstadt schon seit vielen Jahren bei der Suche nach den schwersten künstlich erzeugten Elementen. Etwa 50 Redner, allein 15 von ihnen aus den USA, aber auch aus verschiedenen europäischen Ländern, Israel und Brasilien, werden an den vier Konferenztagen über die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Kern- und Schwerionenphysik berichten.

Durch ihre Teilnahme an der Konferenz ehren die Wissenschaftler auch den Mitbegründer und Senior Fellow des FIAS, Prof. Dr. Walter Greiner, der vor wenigen Monaten seinen 70. Geburtstag feierte. Dass die theoretische Physik in Frankfurt weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist, verdankt sie nicht zuletzt seinem langjährigen und fruchtbaren Wirken. Viele seiner Schüler bekleiden weltweit wichtige Positionen in der Kern- und Schwerionenphysik.

Weitere Highlights am FIAS im Sommersemester

· Sommerschule "Meso-Bio-Nano-Science" (Juli)
· Sommerschule "Theoretische Neurowissenschaften und Komplexe Systeme" (August)
· Deutsche-Bank-Stiftungsgastprofessur "Wissenschaft und Gesellschaft" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität.

Sechs international renommierte Professoren, darunter zwei Nobelpreisträger, werden in einer Vortragsreihe das Thema "Komplexität - eine zentrale Herausforderung an die Wis-
senschaften" behandeln.

Kontakt für die ISHIP-Tagung:

Dr. Joachim Reinhardt, Institut für Theoretische Physik, Tel.: 069-798-47866, E-Mail: jr@th.physik.uni-frankfurt.de (bis 8.4.)

Prof. Dr. Horst Stöcker, Institut für Theoretische Physik, Tel.: 069-798-47833, E-Mail: stoecker@uni-frankfurt.de (während der Tagung).

Anne Hardy | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-frankfurt.de
http://www.iship2006.de

Weitere Berichte zu: FIAS GSI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

nachricht Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI
22.11.2017 | Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften