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Mehr als Grüne Lungen - Wissenschaftler diskutieren Schutz, Pflege und Entwicklung von städtischem Grün

20.02.2006


Unter dem Motto "Gartenbauwissen-schaf(f)t eine grüne Stadt" findet vom 22.-25. Februar in Potsdam die 43. Gartenbauwissenschaftliche Tagung statt. Etwa 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland werden aktuelle Probleme und Fragestellungen des urbanen Gartenbaues diskutieren.



Urbanes Grün schafft Lebensqualität. Parks und Gärten in der Stadt sind mehr als grüne Lungen, sie dienen der Regeneration für Mensch und Natur. Gestaltung, Pflege und Schutz des meist öffentlichen Grüns stehen deshalb im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung, zu der Wissenschaftler und Experten aus allen Bereichen des Gartenbaues und der Landespflege erwartet werden. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Probleme zu diskutieren und weiteren Forschungs- und Handlungsbedarf zu ermitteln.



Eine der derzeit größten Bedrohungen für urbanes Grün ist die Kastanienminiermotte. Durch ihre invasionsartige Verbreitung und die starke Entlaubung der Bäume hat sie vor allem im innerstädtischen Bereich einen schädigendem Einfluss auch auf das Lokalklima. Die Entwicklung wirkungsvoller Bekämpfungsstrategien ist eines der zentralen Themen der Tagung.

Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Rolle der Stadtvegetation für Lokalklima und Stadtreinhaltung. Bäume und Sträucher wirken nachweislich als Filter gegen den Schwebstaub und tragen so zu einer Minderung der Feinstaubbelastung bei. Darüber hinaus fungieren die belaubten Kronen als Schatten- und Feuchtigkeitsspender gegen die Überhitzung in Großstädten. Herz- und Kreislauf der Menschen werden durch die kühlende Wirkung spürbar entlastet.

Bei der Planung städtischer Grünanlagen zählen nicht allein ästhetische Aspekte und stadtklimatische Effekte. Die Pflanzen müssen den besonderen Anforderungen eines urbanen Standortes genügen. Genaue Kenntnisse über Wuchsverhalten der Pflanzen, Pflegeaufwand, Lichtraumprofil, Frosthärte, Trockenresistenz und die Widerstandsfähigkeit gegen Schadorganismen sind elementar für die Planung und die Kalkulation des ökonomischen Aufwands. Aktuelle Forschungsergebnisse hierzu werden vorgestellt.

Daneben widmen sich mehr als 200 Vorträge und Poster den Problemen des Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbaus.

Die Tagung wird veranstaltet von der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft (DGG) und dem Bundesverband der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGH) und organisiert vom Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) und vom Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ).

Wir würden uns freuen, Sie zur Auftaktveranstaltung begrüßen zu dürfen:
am Mittwoch, 22. Februar 2006, 14 Uhr, in den Räumen der Universität Potsdam, Am Neuen Palais.

Im Anschluss haben Sie Gelegenheit, mit Referenten und Veranstaltern zu sprechen.

Helene Foltan | idw
Weitere Informationen:
http://www.gartenbauwissenschaft.org

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