Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Megastädte vor dem Kollaps

21.11.2005


Uni Cottbus stellt Projekt zur Stadt-Entwicklung von Ho Chi Minh City/Vietnam bei BMBF-Tagung vom 23. - 25. November in Berlin vor



Stadt- und Umweltplaner der BTU Cottbus forschen gemeinsam mit lokalen Partnern in Vietnam sowie weiteren Forschungseinrichtungen an der nachhaltigen Entwicklung von Ho Chi Minh City. Die BTU Cottbus ist zusammen mit 14 anderen Hochschulen in das mit rund 65 Mio. € dotierte BMBF-Programm zur Förderung von Megastädten ausgewählt worden. Projektkoordinator ist Prof. Volker Martin, Lehrstuhl Stadtplanung und Raumgestaltung. Vom 23. bis 25. November findet eine Veranstaltung des BMBF zur Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen (im GTZ Haus Berlin Reichpietschufer 20) statt, bei der alle vom BMBF geförderten Projekte vorgestellt werden. Prof. Martin und sein Team versuchen Lösungen aufzuzeigen, wie man bezahlbaren Wohnraum für arme Bevölkerungsschichten schaffen kann, wie das tägliche Verkehrschaos verhindert und eine ökologische Versorgung mit Wasser (bzw. auch deren Entsorgung) aufgebaut werden kann.

... mehr zu:
»BTU »Megastadt »Stadtplanung


Für das ehemalige Saigon entwickeln die Stadtplaner um Prof. Martin ein Wohnungsbaukonzept. "Die Stadt wird in den nächsten Jahren auf mehr als zehn Millionen Einwohner anwachsen. Dafür werden mindestens eine halbe Million neue Wohnungen gebraucht. Außerdem müssen 350.000 Wohnungen aus dem Alt-Bestand saniert werden" sagt Martin. Mit Fragen des ökologischen Stadtumbaus bzw. Stadtwachstums beschäftigt sich Prof. Michael Schmidt, Lehrstuhl Umweltplanung. Der zweite von der BTU beteiligte Lehrstuhl entwickelt auf der Basis von Nachhaltigkeits- und Umweltindikatoren ein räumliches Planungs- und Informationssystem zur Bewertung von Strategien für eine nachhaltige Wohnungsbauentwicklung.

Megastädte wie das vietnamesische Ho Chi Minh City sind für Westeuropäer der Albtraum: die aus dem Umland in die 7 Millionen große Stadt einströmenden Migranten siedeln sich in einfachen Häusern und Hütten im Sumpfgebiet an; diese vier ein halb Millionen Menschen leben ohne Kanalisation, und das Trinkwasser kann für Kinder dort tödlich sein. Den Verkehr dominieren die kleinen stinkenden Zweitakter-Mopeds, öffentlichen Personenverkehr gibt es kaum. Die neuen Siedlungen entstehen meist illegal. Unkontrolliert und ungesteuert wächst die Stadt so immer weiter in die Fläche.

Millionenstädte, die wie Ho Chi Minh City kurz vor dem stadtplanerischen, ökologischen und hygienischen Kollaps stehen, gibt es weltweit viele: in China, Brasilien, Mexiko, Indien und in Afrika. Die gravierenden sozialen, gesundheitlichen, ökologischen und städtebaulichen Probleme dieser Mega-Cities stehen im Mittelpunkt des BMBF-Programms. Mit dessen Hilfe sollen Lösungen gefunden werden, wie die Lebensumstände von Millionen Menschen verbessert werden können.

Weitere Informationen zum Projekt der BTU Cottbus von Prof. Volker Martin (Lehrstuhl Stadtplanung und Raumgestaltung) und Prof. Michael Schmidt (Lehrstuhl Umweltplanung): http://www.megacity-hcmc.org;
Kontakt: Prof. Volker Martin, 0355/69-3606 (Bildmaterial vorhanden)

Birgit Besse | idw
Weitere Informationen:
http://www.megacity-hcmc.org

Weitere Berichte zu: BTU Megastadt Stadtplanung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie