Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leuchtende Mäuse und gläserne Zellen

17.10.2005


Zur 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zytometrie treffen sich Spezialisten aus über 15 Ländern um ihre neueste Entwicklungen in der Untersuchung von Zellen und Geweben vorzustellen und zu diskutieren. Die Tagung wird gemeinsam von der Universität Leipzig und dem Umweltforschungszentrums Leipzig/Halle organisiert.

"Die neuesten technologischen Entwicklungen in der Markierung und der hoch-auflösenden Untersuchung von Zellen und Organismen werden in näherer Zukunft wesentlich zum Verständnis von Krankheitsvorgängen und dem Einsatz neuer gezielter Therapieformen beitragen.", erklärt Tagungspräsident Dr. Attila Tarnok, Klinik für Kinderkardiologie am Herzzentrum Leipzig. "Wir sind gerade am Anfang einer rasanten neuen Entwicklung, die uns nicht nur die Aussicht auf eine neue Medizin erlaubt sondern auch einen Wissensvorsprung mit neuen Produkten erlaubt." Einige Höhepunkte aus dem wissenschaftlichen Programm:

Mit leuchtenden Mäusen Krebs besser verstehen

Labormäuse, die mit dem Gen leuchtender Quallen versehen wurden, helfen dabei, die Entstehung von Krebs besser zu verstehen und neue Krebstherapien zu entwickeln. Hierbei ist es möglich die Untersuchungen an lebenden Mäusen durchzuführen. Dabei wird mit hoch-empfindlichen Kameras die Wanderung der Krebszellen im Tier über längere Zeit verfolgt. Dies führt nicht nur zu wesentlich besserem Verständnis der Entstehung von Krankheiten sondern hilft auch die Zahl der Versuchstiere erheblich zu reduzieren.

Fluoreszierende Stammzellen erklären Selbstheilungsprozesse des Körpers

Andere Wissenschaftler färben körpereigene Stammzellen mit fluoreszierenden Farbstoffen u.a. aus der Nanotechnologie ein, um zu verstehen, wie der Selbstheilungsprozess des Körpers funktioniert sowie neue Therapieformen zu entwickeln und zu prüfen.

Gläserene Zellen sagen Krankheitsverlauf voraus

Die gläserne Zelle verrät den aktuelle Zustand eines Patienten und kann Voraussagen zum Krankheitsverlauf oder zur Wirksamkeit von Medikamenten liefern. Hierfür werden innovative Technologien aus der Mikroskopie und Nanotechnologie eingesetzt, mit denen Hunderte bis Tausende von Einzelinformationen in kürzester Zeit von Hunderttausenden bis Millionen von Einzelzellen aus dem Blut oder Gewebe zu bestimmen. So könnten aus nur geringem Untersuchungsmaterial des Patienten Rückschlüsse auf individuelle Therapien erfolgen.

Wie diese innovativen Technologien auch in der Umweltforschung und Pflanzenkunde eingesetzt werden können, ist ebenfalls Diskussionsschwerpunkt der Tagung.

Dr. Bärbel Adams | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de
http://www.dgfz.org/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie