Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Euroregionen im Blickfeld

27.09.2005


Bulgarische, griechische und sächsische Experten diskutieren Entwicklungschancen und -probleme von Grenzregionen in Europa

... mehr zu:
»Euroregion »Grenzregion

Das Soziale Förderwerk e.V. Chemnitz veranstaltet am 28. September 2005 im Gründer- und Dienstleistungszentrum in Annaberg-Buchholz eine Fachtagung zum Thema "Euroregionen - Chancen und Probleme der Entwicklungsregion Südwestsachsen". Um den interregionalen Gedankenaustausch zu fördern und die Möglichkeiten der grenzübergreifenden Kooperation in dieser etablierten Euroregion kennen zu lernen, besucht eine Delegation bulgarischer und griechischer Wissenschaftler sowie Praktiker das Erzgebirge. Auch Erkenntnisse zur Zusammenarbeit an der bulgarisch-griechischen Grenze stehen dabei im Blickfeld.

Nach gut 15 Jahren ihrer Existenz sind die Euroregionen an der deutschen Ostgrenze zur Selbstverständlichkeit geworden. An den regen Interaktionen zu Tschechien und Polen beteiligen sich nicht nur die Wirtschaft und politische Entscheidungsträger, sondern auch viele der in der Region ansässigen Bürger. Regionalwissenschaftler, wie Prof. Dr. Peter Jurczek von der Professur für Sozial- und Wirtschaftsgeografie der TU Chemnitz, beschäftigen sich seit längerem intensiv mit der Erforschung dortiger Strukturen und Entwicklungsprozesse. Außerdem begleiten sie regionale Kooperationsprojekte, so z.B. CLARA@eu, ein trilaterales Vorhaben der (Regierungs-)Bezirke Chemnitz, Oberfranken und Karlovy Vary, mit dem Ziel, ein grenzüberschreitendes Kompetenznetzwerk für die Institutionen der öffentlichen Verwaltung in den beteiligten Regionen einzurichten, um bürgernah auf die Erfordernisse im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung reagieren zu können.


Im Rahmen der Tagung hält Prof. Jurczek einen Vortrag über die Chancen und Probleme der grenzüberschreitenden Entwicklung und Zusammenarbeit. "Die Durchführung von Referenzanalysen hat eine große Bedeutung und trägt dazu bei, etwas über die Stärken und Schwächen des eigenen Bezugsraumes in Erfahrung zu bringen, um entsprechende Maßnahmen erstellen und umsetzen zu können", so der Hochschulgeograf. Damit knüpft Jurczek an die Entwicklungsmöglichkeiten von Grenzregionen im europaweiten Maßstab an, über welche er kürzlich auf der internationalen Konferenz "The Role of Bulgaria as a future EU Member" in Varna referierte. "Für Bulgarien und Rumänien sind die Vorteile und Realisierungsmöglichkeiten einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wichtig. Und so erhofft man sich dort von einem EU-Beitritt natürlich auch wertvolle Impulse in den Grenzregionen", erklärt der Chemnitzer Professor. Insofern würden beide EU- Beitrittskandidaten von der Weiterentwicklung des gesamteuropäischen Integrationsprozesses profitieren.

Weitere Informationen erteilt
Prof. Dr. Peter Jurczek,
Telefon (03 71) 5 31 - 49 11,
E-Mail peter.jurczek@phil.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Euroregion Grenzregion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur
21.07.2017 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien
21.07.2017 | Cofresco Forum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten