Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heizen und kühlen mit Energien aus Sonne und Erde

22.09.2005


Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) präsentiert neue Forschungsergebnisse zur Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien am 22. und 23. September in Köln. Kooperationspartner ist die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW (LZE). Die Veranstaltung "Wärme und Kälte ­ Energie aus Sonne und Erde" steht unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Zusammenarbeit der FVSMitgliedsinstitute mit Forschungsinstituten in NRW zu ausgezeichneten Erfolgen führt. Der FVS empfiehlt eine deutliche Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsförderung.

Forschungserfolge

Forschung und Entwicklung machen Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme effizienter, kostengünstiger und anwendungsfreundlicher: Neue Techniken optimieren den Wirkungsgrad der Kraft-Wärme-Kopplung, bei der gleichzeitig Strom, Wärme und Kälte erzeugt werden. Fortschritte in der Systemtechnik von Nahwärmesystemen im Verbund mit Energiespeichern erhöhen den solaren Anteil an Heizungsenergie und Warmwasser deutlich. Neue Sanierungstechniken gestatten, auch Altbauten zu “solarisieren³, sodass sich die Wohnqualität des derzeitigen Baubestands verbessert und die Betriebskosten sinken. Neue Klimatisierungstechnologien, die mit Sonnenwärme Büro- und Wohngebäude preiswert heizen oder kühlen, sind unabhängig von Strom aus dem Netz. Eine ausführliche Beschreibung der aktuellen Forschungsergebnisse bietet das Hintergrundpapier "Forschungserfolge".

Führende Position erhalten und ausbauen

Um den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärme- und Kälteerzeugung zu vergrößern, wollen FVS und LZE auch in Zukunft gemeinsam die Entwicklung, Demonstration und Markteinführung erneuerbarer Energiequellen offensiv vorantreiben. Der wissenschaftliche Tagungsleiter Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt verweist auf die erreichten Forschungserfolge: “Die in Deutschland entwickelten Technologien im solaren, bioenergetischen und geothermischen Wärme- und Kältebereich haben bereits einen sehr hohen und international führenden Stand erreicht. Diese Position sollte auch in Zukunft durch verstärkte Forschungsförderung und durch Integration der erneuerbaren Energien in den Wärmemarkt gehalten und ausgebaut werden.³

Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, betonte wie wichtig es ist, den Bürgern im Lande die sofort nutzbaren Vorteile der Energien aus Sonne und Erde zu vermitteln: “In NRW konnten bislang 13 Solarsiedlungen mit über 1.400 Wohnungen fertig gestellt werden, weitere 13 sind im Bau. Mit dem erfolgreichen Wärmepumpen-Marktplatz NRW haben wir die Nutzung der Erdwärme in Neubauvorhaben in unserem Bundesland erheblich verstärkt. Mehr als 15.000 Wärmepumpen sind mittlerweile in NRW installiert, rund 90.000 sind es bundesweit. Mit Unterstützung der Forschungsergebnisse werden wir diese vorteilhafte Nutzung der natürlichen Energieressourcen in NRW weiter verstärken.³

Klimaziele mit erneuerbaren Energien erreichbar

Mit fast 60 Prozent stellen Wärme- und Kälteerzeugung den Löwenanteil am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland dar. Die Versorgung dieses Bereichs mit erneuerbaren Energien wird der Entwicklung zu einer nachhaltigen Energieversorgung neuen Schub verleihen. Der Verbrauch von Erdöl, Kohle und Erdgas kann durch erneuerbare Energien gesenkt und die für den Klimaschutz notwendigen CO2-Einsparziele können schneller erreicht werden.

Forschungsförderung bringt Innovationsschub

Der FVS begrüßt, dass das Bundesumweltministerium zusätzlich 5 Millionen Euro bereitstellt für Forschung und Entwicklung im Bereich Erneuerbare Energien, die auch für Projekte im Wärme- und Kältebereich zur Verfügung stehen. Die Bereitstellung und kontinuierliche Erhöhung von Fördermitteln ist notwendig, um das technologische Potenzial zur Nutzung der Solarthermie, der Biomasse und der Geothermie stärker zu entwickeln. Der FVS empfiehlt daher eine weitere deutliche Verstärkung der Forschungsförderung für den Wärme und Kältebereich: Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ist es, die Technologien noch effektiver und anwendungsfreundlicher zu gestalten. Vor allem besteht ein erheblicher Innovations- und Forschungsbedarf, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und letztlich den Spitzenplatz Deutschlands in diesem Technologiesektor zu halten. Die gegenwärtig hohen Energiepreise zeigen, dass erneuerbare Energien eine ressourcensichere, wirtschaftlich leistungsfähige und bezahlbare Alternative darstellen. Gemeinsam mit Herstellerfirmen und Energieversorgungsunternehmen haben Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte des FVS bedeutende Innovationsschübe erbracht.



ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS)

... mehr zu:
»FVS »Sonnenenergie »Zukunftsenergie

Kekuléstraße 5
12489 Berlin
Fax 030/8062-1333

E-Mail: fvs@hmi.de
FVS-Geschäftsführer
Dr. Gerd Stadermann
Tel. 030/ 8062-1338
Mobil 0170/ 631 94 78
FVS-Öffentlichkeitsarbeit
Petra Szczepanski
Tel. 030/ 8062-1337

Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
LZE-Geschäftsführer
Dr. Frank-Michael Baumann
Tel. 0209/167-2803
baumann@energieland.nrw.de

| LZE NRW
Weitere Informationen:
http://www.FV-Sonnenenergie.de
http://www.energieland.nrw.de

Weitere Berichte zu: FVS Sonnenenergie Zukunftsenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie