Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftler präsentieren Ergebnisse aus der Genomforschung an Bakterien

19.09.2005


Das Genpotential von Bakterien sowie Möglichkeiten der Nutzung in Medizin, Industrie und Landwirtschaft sind zentrale Themen der "2nd European Conference on Prokaryotic Genomes - PROKAGEN 2005", die vom 23. bis 26. September 2005 an der Universität Göttingen stattfindet. Im Rahmen der internationalen Tagung werden Mikrobiologen aktuelle Ergebnisse aus der Genomforschung an Mikroorganismen (GenoMik) vorstellen. Dazu sind rund 60 Vorträge und mehr als 150 Posterpräsentationen geplant. Veranstaltet wird die Konferenz von den drei bundesweiten GenoMik-Kompetenznetzwerken mit Zentren in Bielefeld, Göttingen und Würzburg in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA). Zu der Veranstaltung unter Federführung der Göttinger Wissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Liebl und Prof. Dr. Gerhard Gottschalk werden rund 400 Teilnehmer erwartet.


Wissenschaftler präsentieren Ergebnisse aus der Genomforschung an Bakterien
Internationale Tagung findet vom 23. bis 26. September 2005 an der Universität Göttingen statt

Das Genpotential von Bakterien sowie Möglichkeiten der Nutzung in Medizin, Industrie und Landwirtschaft sind zentrale Themen der "2nd European Conference on Prokaryotic Genomes - PROKAGEN 2005", die vom 23. bis 26. September 2005 an der Universität Göttingen stattfindet. Im Rahmen der internationalen Tagung werden Mikrobiologen aktuelle Ergebnisse aus der Genomforschung an Mikroorganismen (GenoMik) vorstellen. Dazu sind rund 60 Vorträge und mehr als 150 Posterpräsentationen geplant. Veranstaltet wird die Konferenz von den drei bundesweiten GenoMik-Kompetenznetzwerken mit Zentren in Bielefeld, Göttingen und Würzburg in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA). Zu der Veranstaltung unter Federführung der Göttinger Wissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Liebl und Prof. Dr. Gerhard Gottschalk werden rund 400 Teilnehmer erwartet.

"Die Entschlüsselung genetischer Codes von Bakterien und ihre funktionelle Anlayse trägt dazu bei, Mikroorganismen stärker nutzen oder als Krankheitserreger bekämpfen zu können", betont Prof. Liebl, der dem Göttinger GenoMik - Netzwerk angehört. Wie der Wissenschaftler erläutert, werden dazu aus der gesamten Genomsequenz einzelne Sequenzabschnitte auf ihre Funktion für den Organismus hin untersucht. Auf diese Weise können gezielt einzelne genetische Bausteine in neuen biotechnologische Verfahren verwendet und zum Beispiel in der industriellen Produktion eingesetzt werden. "Aber auch Infektionskrankheiten, die sich im Zuge der Globalisierung innerhalb kurzer Zeit weltweit verbreiten können, oder die Zunahme an Antibiotika-Resistenzen stellen Herausforderungen für die Genomforschung an Mikoorganismen dar", so Prof. Liebl. Die drei GenoMik-Netzwerke beschäftigen sich mit der Biodiversität der Bakterien und ihrer industriellen Nutzung (Göttingen), mit ihrer Funktion als Krankheitserreger bei Mensch und Tier (Würzburg) und der Bedeutung der Bakterien für Landwirtschaft, Umweltschutz und Biotechnologie (Bielefeld).

Wissenschaftler der drei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kompetenznetzwerke sowie europäische und außereuropäische Genomforscher werden ihre Arbeiten im Rahmen der Göttinger Konferenz vorstellen. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Jörg Hacker eröffnet. In seinem Vortrag spricht der Direktor des Instituts für Molekulare Infektionsbiologie der Universität Würzburg und Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über die Dynamik in Genomen von pathogenen Mikroorganismen. Im Anschluss an PROKAGEN 2005 findet eine gemeinsame Tagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) und der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologe (DGHM) statt. Sie wird vom 25. bis 28. September 2005 ebenfalls an der Universität Göttingen durchgeführt.

Informationen zu "2nd European Conference on Prokaryotic Genomes - PROKAGEN 2005" können im Internet unter der Adresse www.dechema.de/prokagen abgerufen werden.

Kontaktadressen:

Dr. Petra Ehrenreich
Georg-August-Universität Göttingen
BiotechGenoMik Netzwerk Göttingen
Grisebachstraße 8, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-19893, Fax (0551) 39-4195
e-mail: pehrenr@gwdg.de

Prof. Dr. Wolfgang Liebl
Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Fakultät
Institut für Mikrobiologie und Genetik
Grisebachstraße 8, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3795, Fax (0551) 39-4897
e-mail: wliebl@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/prokagen
http://www.genomik.uni-goettingen.de
http://www.uni-goettingen.de/de/sh/11845.html

Weitere Berichte zu: Genomforschung Mikroorganismus PROKAGEN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie