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Anonymität im Zeitalter der mobilen Kommunikation

13.09.2005


Der allgegenwärtige Zugriff auf Daten und die mobile Kommunikation verändern auf dramatische Weise den menschlichen Lebensstil. Internetfähige Handys und Spielkonsolen können heute drahtlos mit anderen Geräten kommunizieren und dadurch personenbezogene Daten weiter geben. Wie bei diesen neuen Technologien der Datenschutz dennoch gesichert und die Anonymität und Privatsphäre des Menschen geschützt werden kann, darüber diskutieren Informatiker aus Forschung und Industrie bei einer internationalen Tagung auf Schloss Dagstuhl vom 9. bis 14. Oktober 2005.



Durch den Einsatz von Sensoren und mobilen Geräten sind wir ständig in der Lage, digitale Informationen zu empfangen und zu senden. Dieser allgegenwärtige Zugriff von beliebiger Stelle unterliegt allgemeinen Datenschutzbestimmungen. Diese müssen jedoch auch für die neuen Technologien sichergestellt werden, was technisch und rechtlich noch viele Probleme aufwirft. Denn die mobile Technologie kann leicht missbraucht werden, wofür viele Science Fiction-Filme Beispiele liefern. Einige Science Fiction-Visionen sind bereits Realität, andere können bald Wirklichkeit werden. Die Aufgabe von Kryptographen und IT-Sicherheitsexperten ist es daher, die Vorteile von neuen Technologien herauszustellen und zu bewahren, aber auch, die Menschen vor Missbrauch der Privatsphäre zu schützen.

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Verschlüsselungstechniken helfen dabei, Daten und Inhalte eines Gesprächs o-der einer Datenübertragung zu schützen. Diese Techniken werden bereits jetzt beim Militär und bei kommerziellen Anwendungen eingesetzt. Jedoch kann die Tatsache, dass eine Kommunikation zwischen zwei Personen stattfand, schon eine Information sein, die möglicherweise dem einzelnen Menschen oder sogar Gesellschaften schaden kann. Die Aufgabe von Kryptographen und IT-Sicherheitsexperten ist daher zweischneidig: Auf der einen Seite müssen sie die Anonymität und Privatsphäre des Menschen sicher stellen, auf der anderen Seite sollen sie illegale Aktionen vermeiden helfen.

An der Tagung auf Schloss Dagstuhl werden international führende Vertreter für Sicherheitsfragen und Kryptographie darüber diskutieren, wie bei den verschiedenen Techniken die Anonymität des Menschen erhalten werden kann. Dabei werden aktuelle und zukünftige Anwendungsgebiete wie das Internet oder ad-hoc-Vernetzungen unter die Lupe genommen.

Schloss Dagstuhl lädt das ganze Jahr über hochrangige Wissenschaftler aus aller Welt ins Saarland ein, um über neueste Forschungsergebnisse in der Informatik zu diskutieren. Rund 2.500 Informatiker von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und aus der Industrie nehmen jährlich an den wissenschaftlichen Veranstaltungen in Dagstuhl teil. Seit Beginn dieses Jahres gehört Schloss Dagstuhl zur Leibniz-Gemeinschaft, in der führende außeruniversitäre Forschungsinstitute und wissenschaftliche Serviceeinrichtungen in Deutschland vertreten sind.

Dr. Roswitha Bardohl | idw
Weitere Informationen:
http://www.dagstuhl.de/05411/
http://www.dagstuhl.de

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