Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Krebsgang in die Vergangenheit - Internationales Symposium verbindet Bio- und Geowissenschaften

05.09.2005


Ein Internationale Symposium an der Freien Universität Berlin beschäftigt sich mit einem ganz besonderen Tier: dem Muschelkrebs. Muschelkrebse halten fast alles aus - sie überleben in allen Meerestiefen, im Brackwasser, in Seen und Flüssen, in Binnensalzseen, Gletscherseen oder Thermalquellen. Selbst in Pfützen oder im Grundwasser kommen sie vor. In der Fachsprache heißen die etwa einen Millimeter großen Muschelkrebse Ostracoda. Und es gibt sie seit über 500 Millionen Jahren.



Das Symposium steht unter dem Motto "Linking Bio- and Geosciences". Denn: Die Ergebnisse zoologischer Forschung erlauben Rückschlüsse auf fossile Organismen. Das heißt: Biowissenschaftler untersuchen die biologischen Eigenschaften der Muschelkrebse (Lebensweise, ökologische Ansprüche, Anatomie usw.) und helfen damit ihren Kollegen von den Geowissenschaften, die mit den Ergebnissen die Erdgeschichte besser verstehen können. Anhand von Überresten bestimmter fossiler Muschelkrebse können die Geowissenschaftler Rückschlüsse auf damalige Umweltbedingungen ziehen. Wie groß waren die Gewässer vor Millionen von Jahren? Wie war das Klima?

... mehr zu:
»Geowissenschaft


Bei der Tagung treffen sich über 150 Wissenschaftler aus 35 Ländern. Das internationale Symposium über Ostracoda findet nur alle vier Jahre statt. Dieses ist das 15. überhaupt, das zweite in Deutschland (zuletzt 1974 in Hamburg) und das erste in Berlin.

Die Muschelkrebse ermöglichen eine hervorragende fossile Dokumentation. Sie sind, ähnlich wie Muscheln, von einer zweiklappigen Kalkschale umgeben. Außerdem sind sie weit verbreitet, kommen meist in hoher Populationsdichte vor und häuten sich häufig, so dass viele Hartteilreste gefunden werden können. Ostrakoden sind durch die genannten Eigenschaften und viele biologische Besonderheiten eine der wichtigsten Tiergruppen in der biologisch-geologischen Forschung. Das Symposium dient dem wissenschaftlichen Austausch und dem Ausbau interdisziplinären Arbeitens.

Termin und Ort:
12.-15. September 2005
Fachbereich Geowissenschaften der Freien Universität Berlin, Campus Lankwitz, Haus G, Raum 205, Malteserstr. 74-100, 12249 Berlin

Das Programm im Internet unter: palaeo.de/iso15

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Dipl.-Geol. Benjamin Sames, Institut für Geologische Wissenschaften / Fachrichtung Paläontologie der Freien Universität Berlin, Tel.: 030 / 833-70272, E-Mail: bensames@zedat.fu-berlin.de

Ilka Seer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de

Weitere Berichte zu: Geowissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise