Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland zu Gast in Japan: Nachhaltiges Bauen "made in Germany" als Erfolgsmodell

02.09.2005


Mit dem Neubau eines Konferenz- und Ausstellungszentrums als Niedrig-Energie-Gebäude (l.) neben ihrer Verwaltungszentrale (r.) betrat die DBU selbst architektonisch Neuland – und zeigt auch diese Innovation jetzt in Japan.


World Sustainable Building Conference" vom 25. bis 27. September in Tokyo - DBU-Projekte mit von der Partie


Deutschland will im japanischen Tokyo zeigen, dass es etwas vom nachhaltigen Bauen versteht - und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und ihre Projekte stellen einen zentralen Beitrag der deutschen Präsentation! Wenn vom 25. bis 27. September im Reich der aufgehenden Sonne rund 1.500 Teilnehmer aus 70 Ländern bei der "World Sustainable Building Conference" über ressourcenschonendes Bauen, Energieeffizienz und andere Themenschwerpunkte diskutieren, dann werden sechs der 14 "Leuchtturmprojekte" das Qualitätssiegel "DBU-gefördert" tragen. "Deutschland genießt ein international hohes Ansehen in diesem Themenfeld, das durch die Teilnahme an dieser Konferenz gefestigt werden kann," betonte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde heute in Osnabrück.

"Haus am Strom": Umwelttechnik auf neustem Stand


Ausgewählt wurde von Dr. Günter Löhnert von der sol°id °ar planungswerkstatt in Berlin zu Präsentationszwecken etwa der Bau des Umweltbildungszentrums "Haus am Strom" in Passau. Es ist nach dem neuesten Stand der Umwelttechnik konstruiert. Verwendet wurden ausschließlich umweltverträgliche Baumaterialien. Das Ausstellungsgebäude ist in Brettschalenkonstruktion aus Schwachholz gebaut, das beim Durchforsten von Wäldern anfällt - in dieser Art ein Novum in Deutschland.

Aufzug läuft durch Donau-Wasser

Das Haus nutzt die Abwärme des naheliegenden Wasserkraftwerkes Jochenstein und kann so auf eine eigene Heizung verzichten. Ein Aufzug läuft ausschließlich durch die Auftriebskräfte des Donau-Wassers. Das "Haus am Strom" ist ein Umweltbildungszentrum, das Ökologie, Ökonomie und Sozialverträglichkeit verbindet.

Demonstrationszentrum für energiesparendes und ökologisches Bauen in Münster als Beispiel

Auch das in Deutschland einmalige Demonstrationszentrum für energiesparendes und ökologisches Bauen der Handwerkskammer Münster (Paul Schnitker-Haus) wurde von der DBU gefördert und steht jetzt in Japan im Blickpunkt. Es verzahnt Umweltschutz und Handwerk stärker als bisher und will so der Bauwirtschaft neue ökologische Impulse geben. Das Demonstrationszentrum will Handwerker in der Meisterschule und in Lehrgängen auf innovative und umweltentlastende Bautechniken und -materialien aufmerksam machen und weiterqualifizieren.

Überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut

Dabei ist das Gebäude selbst Vorbild: Es besteht aus zwei Häusern, die unterschiedliche Energiestandards erfüllen und überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut sind. In das neue Objekt ist auch das "Kompetenzzentrum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen" eingezogen, das seit 2001 bei der Handwerkskammer angesiedelt ist.

DBU-Konferenz- und Ausstellungszentrums als Niedrig-Energie-Gebäude

Mit dem Neubau eines Konferenz- und Ausstellungszentrums als Niedrig-Energie-Gebäude neben ihrer Verwaltungszentrale betrat die DBU selbst architektonisch Neuland - und zeigt auch diese Innovation jetzt in Japan. Hervorstechend an der Holzskelettkonstruktion ist ein lichtdurchlässiges Membrandach. Es kombiniert die passive Solarenergienutzung - Wärmeenergie im Winter und Tageslicht durch Zenitlicht - mit hohen Komfortanforderungen an Raumklima, Tageslichtversorgung und Raumakustik nach den speziellen Bedürfnissen der darunter liegenden Räume und ihrer Nutzer. Über den Konferenz- und Ausstellungsräumen ist der Gesamtaufbau durchsichtig und erlaubt die Nutzung hochwertiger computergesteuerter Tageslichttechnik durch drehbare Lamellen, die sich nach dem aktuellen Sonnenstand richten.

Fußbodenheizung im Sommer als uweltschonende Kühlung

Die Fußbodenheizung übernimmt im Sommer die Funktion einer umweltschonenden Kühlung. Durch die Rohre fließt durch Grundwasser gekühltes Wasser und sorgt damit für angenehme Temperaturen in den Büros im Sommer. Daneben wird mithilfe von Grundwasser bei Bedarf auch die Außenluft über eine mechanische Lüftung gekühlt. Ein Blockheizkraftwerk versorgt das Ausstellung- und das benachbarte DBU-Verwaltungsgebäude mit Wärme. Auf dem Dach des Neubaus ist eine Photovoltaikanlage installiert.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 23799): Dr. Günter Löhnert, sol°.id°.ar planungswerkstatt Berlin, Telefon: 030/82704190, Fax: 030/82704192, E-Mail mail@solidar-planungswerkstatt.de.

Franz-Georg Elpers | DBU-Presseteam
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Ausstellungszentrum Niedrig-Energie-Gebäude

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie