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Blinde und Sehbehinderte am Computer

24.08.2005


Im August startete am Zentrum für barrierefreie Informationstechnologie der Fachhochschule Kiel der erste Computerkurs für Blinde.

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Die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden von Marianne Kröger, aktives Mitglied im Blinden- und Sehbehinderten- Verein Schleswig-Holstein, in die Grundlagen des Windows-Betriebssystems eingewiesen. Marianne Kröger ist selbst blind, dennoch arbeitet sie bereits seit zwölf Jahren mit Computern und kennt daher alle Tricks und Tastaturbefehle.

So hatte die Gruppe eine sehr kompetente und nebenbei noch sehr humorvolle Lehrerin. Schritt für Schritt wurden die Erforschung des Computer-Arbeitsplatzes, verschiedene Einstellungen und die Handhabung des Screenreaders erklärt. Der Screenreader ist die Software, die für den nicht sehenden Menschen den Bildschirm ausliest. "Ich fand es gut, dass es nicht so schnell ging. Man hatte viel Zeit, die gelernten Dinge zu wiederholen. So bleibt am meisten hängen", meinte Doris Sütel, Kursteilnehmerin am Ende der Veranstaltung. Auch wenn abends der Kopf rauchte, hat es allen doch viel Spaß gemacht und sie haben viel gelernt. "Es war sehr viel Neues, das muss ich morgen gleich alles bei mir zu Hause ausprobieren", meinte Frank Drodofsky und meldete sich für den nächsten Kurs an.


In dieser Veranstaltung ging es um den "Einstieg ins Internet" statt. Geleitet wurde dieser Kurs von Andreas Regis, IT-Spezialist des Blinden- und Sehbehinderten Vereins Schleswig- Holstein. Neben blinden Menschen nahmen auch stark sehbehinderte Menschen an dem Kurs teil. Für sie wurde die Vergrößerungssoftware Zoomtext eingesetzt. Ein großer Nachteil ist dabei allerdings der schnelle Orientierungsverlust, daher arbeiten diese Menschen auch viel mit der Tastatur, um an gewisse Orte des Computerarbeitsplatzes zu springen.

Der dritte Kurs zum Thema "Weiter ins Internet" findet am 26. und 27. August statt. Im Oktober startet ein weiteres umfangreiches Kursprogramm.

Informationen zu den Seminaren an der Fachhochschule Kiel gibt es bei Astrid Griep, Tel. 0431 210-4505.

Klaus Nilius | idw
Weitere Informationen:
http://www.barrierefrei.fh-kiel.de
http://www.fh-kiel.de/

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