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Fakultät für Informatik jetzt mit höchster Rechnerleistung

13.07.2005


Einweihung des Hochleistungs-Rechenclusters an der TUM

Die Fakultät für Informatik der TU München erweitert ihr Hochleistungs-Rechencluster durch den Kauf eines parallelen Systems mit 144 Prozessoren vom Typ Opteron von Sun Microsystems. Jeweils 4 Prozessoren bilden einen symmetrischen Multiprozessor mit gemeinsamem Speicher, die 36 Einzelsysteme sind durch die höchstleistungsfähige InfiniBand-Verbindungstechnik verbunden. Die TU München verfügt damit über eines der größten InfiniBand-Cluster einer deutschen Universität. Die offizielle Inbetriebnahme des Rechenclusters durch TUM-Vizepräsident Prof. Arndt Bode findet am 15. Juli 2005 in Garching statt.

Bayern verfügt über eine einzigartige Rechnerinfrastruktur: Der Bundeshöchstleistungsrechner, installiert im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Landeshöchstleistungsrechner und das Bayerische Kompetenznetzwerk für Wissenschaftlich-Technisches Höchstleistungsrechnen (KONWIHR) – sie zeigen, dass Höchstleistungsrechnen in Wissenschaft und Wirtschaft gezielt gefördert werden. Mit der Erweiterung des InfiniBand-Clusters der Fakultät für Informatik wird die gute Rechnerinfrastruktur am Campus Garching um einen weiteren Baustein ergänzt. „Clustercomputing liefert höchste Rechenleistung zu besonders günstigem Preis-Leistungsverhältnis, weil die verwendeten Einzelrechner komplett auf Basis von Standardtechnologie aufgebaut sind. Durch die Arbeiten zur Parallelisierung von Anwendungen sowie durch verschiedenste Anwendungsfelder von der Bioinformatik bis zur numerischen Simulation von Stromversorgungsnetzen erschließen wir neue Forschungsgebiete und sorgen für die Umsetzung der Technologie in der Wirtschaft“, erläutert Prof. Arndt Bode, einer der drei Hauptnutzer des neuen Systems.

Durch den Zukauf des neuen Systems von Sun Microsystems ist ein heterogener InfiniBand-Cluster entstanden: neben 144 AMD Opteron 64-Bit-Prozessoren besteht das System aus bereits früher beschafften 16 Intel Itanium2 64-Bit-Prozessoren und 8 Intel Xeon 32-Bit-Prozessoren. Mit InfiniBand wird eine neue Verbindungstechnik eingesetzt, die sich als Standard für Hochleistungssysteme etablieren könnte. Die Eignung der Verbindungstechnologie für verschiedene Anwendungsklassen wird im Rahmen von Forschungsarbeiten der beteiligten Lehrstühle untersucht.

An der Erweiterung des InfiniBand-Clusters sind die Informatik-Lehrstühle der Professoren Bode, Mayr und Spies beteiligt. Das System wird vor allem von der TU München genutzt, aber auch andere nationale und internationale Universitäten und Industriepartner haben im Rahmen von Projektkooperation darauf Zugriff.

Ursula Eschbach | TU München
Weitere Informationen:
http://infiniband.informatik.tu-muenchen.de/

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