Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SPOT ON: Internationale Tagung zum Stickstoffkreislauf im Meer

23.06.2005


Auf Einladung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW) werden in der Zeit vom 27. Juni bis 1. Juli rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt in Warnemünde zusammen kommen, um ihre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des Stickstoffkreislaufs im Meer vorzustellen und zu diskutieren.



Stickstoff gehört zu den wichtigsten Nährstoffen im Meer. Es bildet die Grundlage der marinen Nahrungsnetze vom Plankton bis zu den Fischen und Meeressäuge-tieren. Aber trotz dieser überragenden Bedeutung für das Leben im Meer sind einige wichtige Fragen zu dem Verhalten und der Herkunft des Stickstoffs im Meer noch nicht geklärt. Für das IOW ist das Grund genug, die weltweit führenden Forscher auf diesem Gebiet nach Warnemünde zu holen, um gemeinsam an diesen offenen Fragen zu arbeiten.

... mehr zu:
»IOW »SPOT »Stickstoffkreislauf


Wie so oft in der Wissenschaft, gibt es auch bei denjenigen, die sich der Erforschung des Stickstoffkreislaufs widmen, unterschiedliche "Schulen". Während die eine Gruppe den Stickstoffeintrag ins Meer über Organismen - die so genannte Stickstofffixierung - für den wichtigsten steuernden Prozess im Stickstoffkreislauf hält, meinen die anderen, dass der Stickstoffabbau - die so genannte Denitrifizierung - bedeutender ist. In Warnemünde werden beide Richtungen vertreten sein und die Veranstalter versprechen sich von dieser Gegenüberstellung eine Lösung der strittigen Punkte.

Und was geht das den Nicht-Wissenschaftler, die "normale" Bevölkerung an? Immer mehr Menschen leben an den Küsten und tragen dazu bei, dass Stickstoff über die Abwässer ins Meer gelangt. Wieviel Stickstoff kann aber ein Meer vertragen, ohne dass eine Überdüngung eintritt, mit den negativen Folgen, die wir aus der Ostsee kennen (zum Beispiel Sauerstoffmangel in den tieferen Bereichen)? Unter welchen Bedingungen entsteht die für den Treibhauseffekt mitverantwortliche Stickstoff-verbindung N2O, die auch als Lachgas bekannt ist und sind die Mengen für eine Klimaänderung relevant? Ohne ein tiefes Verständnis des Stickstoffkreislaufes kann man keine wirkungsvollen Maßnahmen zur Bekämpfung dieser negativen Auswirkungen für die Umwelt durchführen.

Die Tagung mit dem markanten Titel SPOT-ON, einer Abkürzung des englischen Titels "Significant Processes, Observations, and Transformation in Oceanic Nitrogen" wird im Warnemünder Technologiezentrum stattfinden.

Dr. Barbara Hentzsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.io-warnemuende.de/spot-on/

Weitere Berichte zu: IOW SPOT Stickstoffkreislauf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig
20.11.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"
20.11.2017 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie