Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

6. Handelsblatt Jahrestagung für die chemische Industrie

04.05.2005


Dynamik in der chemischen Industrie



Die chemische Industrie in Deutschland rechnet für 2005 mit einem fortgesetzten Branchenwachstum: Der Verband der chemischen Industrie (VCI) erwartet in diesem Jahr einen Anstieg der Erzeugerpreise um 1,5 Prozent. Zugleich bekräftigte der VCI, die Branche rechne mit einem Zuwachs der Produktion von 2 bis 2,5 Prozent. Der Umsatz steige um 3,5 Prozent. Doch trotz positiver Prognosen wird eine weitere Restrukturierung notwendig sein. Auf der 6. Handelsblatt Jahrestagung „Chemie 2005“ referieren zahlreiche Entscheidungsträger internationaler Unternehmen, um ihre Strategien zur globalen Wettbewerbssteigerung vorzustellen. Weitere Themen des Branchentreffs der chemischen Industrie sind Standortsicherung, Aussichten für Industrieparks und Perspektiven im Energie- und Rohstoffeinkauf.



„Will India be the next China?“ fragt Nikhil R. Meswani (Executive Industries Limited) und eröffnet damit die Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten. Und hier geht es für die asiatischen Märkte nicht nur um Produktion, sondern zunehmend sind China, Korea und Indien immer wichtigere Forschungsstandorte in der Chemie. Wie man sich im Chemiehandel international erfolgreich positioniert, erläutert Dieter Schnabel, Vorstandsvorsitzender der Helm AG. In seinem Vortrag geht Schnabel auf Wertschöpfung durch Dienstleister in der Chemischen Industrie ein. Themen sind dabei unter anderem Marketing, Added Value und Kostenreduzierung.

Inwiefern Gewerkschaften zur Standortsicherung beitragen, beschreibt Werner Bischoff (Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstandes IG BC). Eine klare industriepolitische Perspektive für die Chemie in Deutschland sind ihm dabei ebenso wichtig wie Nachwuchsförderung und Qualifizierung. Dass auch eine gezielte Standortpolitik zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt, stellt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, dar.

Strategien zur erfolgreichen Restrukturierung stellen unter anderem Dr. Axel Claus Heitmann (Vorstandsvorsitzender Lanxess AG), Dr. Roland Mohr (Geschäftsführer Infraserv GmbH & Co. Höchst KG) und Henk van Dalen (Vorstandsmitglied von DSM N.V., Niederlande) vor. Für Heitmann ist eine weitere internationale Ausrichtung der Geschäfte besonders wichtig, wie er auf der Bilanzpressekonferenz im April erklärte: „Unser klares strategisches Ziel für 2005 ist neben der Restrukturierung die weitere Internationalisierung unserer Geschäfte. Wir wollen dort sein, wo unsere Kunden sind. Einen besonderen Stellenwert hat dabei nach wie vor die Ausrichtung nach Asien, vor allem nach China und Indien. Deshalb werden wir unser ohnehin schon starkes Asiengeschäft weiter ausbauen.“

Über die Voraussetzungen einer erfolgreichen Restrukturierung sagt Henk van Dalen: „Durch gezielte Zukäufe und Veräußerungen haben wir uns von einem Anbieter von Massenchemikalien zu einem Spezialchemiekonzern mit Schwerpunkt auf Life Sciences und Hochleistungswerkstoffe entwickelt. Um eine solch strategische Wende mit Erfolg zu vollziehen, ist eine strenge und konsequente Kontrolle der Bilanzen ein entscheidender Erfolgsfaktor.“

Wilfried Köplin (Leiter Konzern Energiewirtschaft, Bayer Industry Services GmbH & Co.OHG) spricht über den Zusammenhang von wettbewerbsfähigen Energiepreisen und wettbewerbsfähiger Chemie. Er vergleicht die Strom- und Gaspreise in Europa und stellt Lösungsvorschläge des VCI-Energieausschusses vor. Ob eine Regulierung mehr Wettbewerb bringt, ist Thema des Referats von Klaus-Peter Schultz (Leiter Aufbaustab Energieregulierung, Regulierungsbehörde für Elektrizität, Gas, Telekommunikation und Post RegTP). Im Detail geht er auf die Neutralität der Netze sowie die Anreizregulierung ein.

Handelsblatt

Das Handelsblatt, gegründet 1946, ist die größte Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache. Rund 200 Redakteure, Korrespondenten und ständige Mitarbeiter rund um den Globus sorgen für eine aktuelle, umfassende und fundierte Berichterstattung. Für Entscheider zählt die börsentäglich erscheinende Wirtschafts- und Finanzzeitung heute zur unverzichtbaren Lektüre: Laut Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung (LAE) 2003 erreicht das Handelsblatt 238.000 Entscheider, das entspricht 10,6 Prozent.

Seit 1993 führt Handelsblatt in Kooperation mit der EUROFORUM Deutschland GmbH Handelsblatt-Veranstaltungen durch, die sich als Foren für den Informationsaustausch mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verstehen. Seit 2002 tritt The Wall Street Journal Europe als Kooperationspartner bei ausgewählten, internationalen Handelsblatt-Veranstaltungen auf.

Dr. phil. Nadja Thomas | EUROFORUM
Weitere Informationen:
http://www.euroforum.com

Weitere Berichte zu: Entscheid Finanzzeitung Handelsblatt Restrukturierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen