Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3. Internationaler Mentamove-Kongress

19.04.2005


3. Internationaler Mentamove-Kongress diskutiert neue wissenschaftliche Ergebnisse zur neurologischen Rehabilitation mit der Mentamove-Therapie bei zentralen Schädigungen durch Schlaganfall oder MS

Hochrangige Referenten aus dem In- und Ausland berichteten über große Fortschritte bei der Behandlung von Patienten mit Lähmungen, Spastik, Ataxie und Tremor infolge von Schädigungen des zentralen Nervensystems. Mit dem Hirnleistungstraining Mentamove sind diese Behinderungen für viele Patienten kein bleibendes Schicksal mehr.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Behandlung von Lähmung, Spastik, Ataxie und Tremor standen im Mittelpunkt des 3. Internationalen Mentamove-Kongresses, der am 15. und 16. April 2005 in der KWA-Klink "Stift Rottal" stattfand. "Die Mentamove-Methode ist ein Hirnleistungstraining zur Wiederanbahnung und zum Wiedererlernen von Bewegungsabläufen", erklärte Gastgeber Dr. Christoph Garner, Chefarzt der Neurologie in der KWA-Klinik. Nachdem allein in der KWA-Klinik in Bad Griesbach bisher rund 4.000 Patienten mit sehr großem Erfolg behandelt wurden, soll nun die Methode international noch weiter verbreitet werden. Neben bestehenden Therapiezentren in Deutschland, Österreich und der Türkei wird nun die Therapie auch in der Schweiz, Indien, Malaysia, USA und Australien angewandt.

Am Informationsaustausch beim wissenschaftlichen Symposium nahmen Mediziner und Therapeuten aus aller Welt teil. Dr. Saini Jeffery, Leiter der neurologischen Abteilung der Universitätsklinik in Kuala Lumpur, Malaysia, berichtet über die Resultate einer soeben abgeschlossenen Studie an 13 Patienten, bei denen der Schlaganfall bereits mehr als 1 Jahr zurück lag. Nach Anwendung der Mentamove-Therapie konnten hier in 10 Fällen deutliche Verbesserungen bei Spastik und Lähmungen beobachtet werden. Revolutionäre Aufnahmen des Gehirns, die mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie erstellt wurden, präsentierte Dr. Mustafa Akgün, Neurochirurg im Städtischen Krankenhaus in Bursa / Türkei. "Mit der funktionellen Magnetresonanztomographie können wir nachweisen, welche gesunden Hirnbereiche in der Lage sind, die Funktionen geschädigter Hirnregionen zu übernehmen. Genau diesen Lernprozess des Gehirns unterstützt die Mentamove-Methode in optimaler Weise", so Dr. Akgün. "In der Türkei haben wir herausragende Erfolge mit dieser Therapie erzielt." Auch Prim. Univ.-Prof Dr. Michael Quittan vom Kaiser-Franz-Josef Spital in Wien berichtete von positiven Ergebnissen bei 44 Mentamove-Patienten, die länger als 3 Monate therapiert wurden.

Am zweiten Veranstaltungstag hatten sich über 50 Patienten und Angehörige eingefunden, um sich über die Mentamove-Therapie zu informieren. Nach jahrelanger Lähmung konnten die Patienten die Bewegung wieder neu spüren und sehen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer darüber, dass auch in angeblich austherapierten Fällen mit länger zurückliegendem Schlaganfall nachhaltige Verbesserungen der motorischen Fähigkeiten erzielt werden.

Die wirtschaftlichen Vorteile der Methode sind enorm. Neben deutlichen Kostensenkungen durch einen niedrigeren Medikamentenkonsum, sinkenden Pflegeaufwand und Einsparungen bei Hilfsmitteln spricht insbesondere auch eine Zunahme der Lebensqualität des Patienten und seines Umfelds für die Mentamove-Therapie. Obwohl eine Erfolgsquote von 84 % bei über 10.000 Patienten die positiven Auswirkungen eindrucksvoll unterstreicht, zeigen sich zahlreiche Krankenkassen wenig aufgeschlossen und sind der Einladung zum Kongress nicht gefolgt. Christina Klaus vom Privatinstitut für Reha-Anwendungen: "Leider verstehen manche Krankenversicherungen das Wirkungsprinzip noch immer nicht und stellen eine kurzfristige Kostenbetrachtung vor einen nachhaltigen Therapieerfolg beim Patienten. Doch es gibt hier auch positive Beispiele von Krankenkassen, die erkannt haben, dass die Kostenübernahme von Mentamove enorm wirtschaftlich und effizient ist."

Über die KWA-Klinik Stift Rottal:

Die Klinik des KWA Stift Rottal besteht seit 1978 und umfasst 85 Betten für neurologische und geriatrische Rehabilitation. Im neurologischen Bereich wird eine Vielzahl klassischer, aber auch neuer und alternativer Behandlungs- und Therapiemethoden angeboten.

Über das Privat-Institut für Reha-Anwendungen:

Das Privat-Institut für Reha-Anwendungen ist einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation, z. B. nach Schlaganfall, Multiple Sklerose, inkompletter Querschnittslähmung. Mit der vom Privat-Institut entwickelten Mentamove-Therapie erlernen Patienten verloren gegangene Bewegungsabläufe erneut, reduzieren Spastik, Lähmungen und Ataxien und steigern damit ihre Lebensqualität.

Über die Mentamove-Methode:

Die Mentamove-Methode ist ein Hirnleistungstraining, das auf dem Prinzip der Neuroplastizität basiert. Dabei führt der Patient eine sinnvolle, zielgerichtete Bewegung rein mental aus, ohne Anspannung des Muskels. Das Mentamove-Gerät erfasst mit Spezialelektroden, ob und wie gut sich der Patient die Bewegung vorgestellt hat und löst bei Überschreiten eines individuellen Schwellenwertes die gedachte Bewegung durch Stimulation des Muskels tatsächlich aus. Durch regelmäßiges Üben wird das Gehirn angeregt, ausgefallene Funktionen wieder neu zu erlernen und in gesunden Hirnbereichen dauerhaft zu speichern.

Christina Klaus | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.mentamove.de
http://www.kwa.de/mentamove

Weitere Berichte zu: Mentamove-Methode Mentamove-Therapie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften