Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie ändert sich das Klima am Ende einer Warmzeit?

03.03.2005


200 Wissenschaftler aus aller Welt diskutieren vom 7. bis 12. März im Rahmen des Deutschen Klimaforschungsprogramms DEKLIM an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wie sich das Klima am Ende einer Warmzeit ändert. Die Konferenz findet zum Abschluss des DEKLIM-Teilprojekts "EEM - Klimaänderungen am Ende einer Warmzeit" statt. In diesem Forschungsverbund untersuchen neun Universitäten, Institute und Forschungszentren seit 2001 die physikalischen Prozesse, die am Ende einer Warmzeit die Geschwindigkeit und Stärke der Klimaabkühlung bestimmen. Ziel ist die Vorhersage, wann die noch andauernde Warmzeit ihr wahrscheinliches Ende finden und wie die Klimavariabilität und die Verfügbarkeit von Wasser in der Übergangsphase aussehen wird.


Die jetzige Warmzeit , das Holozän, dauerte bislang ca. 11.500 Jahre. Keine der anderen quartärzeitlichen Warmzeiten hielt länger als 15.000 Jahre an, manche nur 7.000 Jahre. Der Übergang von der Warm- zur nachfolgenden Kaltzeit erstreckte sich in der Regel über 2.000 bis 3.000 Jahre, wobei die Wintertemperaturen bis zu 10°C und die Sommertemperaturen bis zu 4°C zurückgingen. Abrupte Klimastürze oder kurzfristigen Anomalien während dieser Übergangszeit waren allerdings bislang noch nicht erforscht. "Um jedoch herausfinden zu können, wie veränderlich das natürliche Klima in solchen Umbruchsphasen ist, muss die Wissenschaft in die Erdvergangenheit zurückschauen und frühere Klimaperioden und -entwicklungen untersuchen," erklärt Projektleiter Prof. Dr. Frank Sirocko, Institut für Geowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität, "so gibt die Klimavergangenheit auch Auskunft über ’Extremereignisse’, wie z.B. lang anhaltende Dürreperioden, oder abrupte natürliche Klimaveränderungen, bei denen sich im Verlauf weniger Jahre oder Jahrzehnte radikale Veränderungen vollzogen haben."

DEKLIM schließt Wissenslücken in der Klimaforschung


Zur Unterstützung des Nationalen Klimaschutzprogramms und der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2001 das Deutsche Klimaforschungsprogramm DEKLIM ins Leben gerufen und dafür Mittel in Höhe von insgesamt 37 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ziele sind die Verbesserung des Verständnisses des Klimasystems und seiner Beeinflussbarkeit durch den Menschen, die Verringerung der Unsicherheiten bei der Analyse und Vorhersage sowie die Ableitung von Handlungsstrategien für den Umgang mit dem Klimawandel. Das Programm umfasst mehr als 100 Einzelvorhaben, die in 37 Forschungsverbünden organisiert sind.

Weitere Auskunft erteilt Ihnen:

DEKLIM-EEM Projektsekretariat
Institut für Geowissenschaften, Frau Rudert
Tel. 06131 3925496 (ab Montag), Voice mail: 06131 3923270
Email: rudert@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mainz.de/
http://www.deklim.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens
19.01.2017 | Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

nachricht Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule
18.01.2017 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie