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Neues Großgerät in der Zentralen Biotechnischen Betriebseinheit

02.12.2004


Transmissionselektronenmikroskop für biowissenschaftliche Fachbereiche der Justus-Liebig-Universität Gießen


An der Justus-Liebig-Universität wurde in diesem Jahr ein hochwertiges neues Transmissionselektronenmikroskop installiert, das am Dienstag, dem 7. Dezember 2004, um 11:30 Uhr von Uni-Präsident Prof. Dr. Stefan Hormuth seiner Bestimmung übergeben wird. Ort: Zentrale Biotechnische Betriebseinheit (ZBB) im Strahlenzentrum der Universität (Leihgesterner Weg 217, 1. Obergeschoss, Raum 120).

Genaue Analysen biologischer Strukturen bis unter die Nanometergrenze sind mit modernen Transmissionselektronenmikroskopen möglich. Diese Geräte sind allerdings so teuer, dass sie den Etat einzelner Universitätsinstitute bei weitem überschreiten. Die biowissenschaftlichen Fachbereiche an der Justus-Liebig-Universität Gießen haben sich deshalb zusammengetan, um ein Transmissionselektronenmikroskop nach dem Verfahren des Hochschulbauförderungsgesetzes zu beantragen. Nach Bewilligung des über 500.000 € teuren Elektronenmikroskops wurde die Hälfte der Kosten vom Bund und die andere Hälfte aus Landesmitteln der Universität bereit gestellt.


Betrieben wird das inzwischen installierte hochmoderne Elektronenmikroskop von der Zentralen Biotechnischen Betriebseinheit (ZBB), deren Wissenschaftler und Techniker das erforderliche Know-how besitzen, um das komplizierte Instrument allen Forschern der Universität für verschiedenste Anwendungen zur Verfügung zu stellen: Mediziner aus dem Sonderforschungsbereich "Invasionsmechanismen und Replikationsstrategien von Krankheitserregern" (SFB 535) werden hier z. B. Invasionsmechanismen von Hepatitis-Erregern untersuchen, Pflanzenphysiologen werden den Austausch von genetischen Botschaften und Proteinen, die in der Nanotechnologie eingesetzt werden können, über Zellmembranen verfolgen, und Zoologen werden mit Hilfe von Antikörpern die zeitliche und räumliche Verteilung von Eiweißen studieren, die für Differenzierungsprozesse im Rahmen der Entwicklung von Organismen oder auch für die Bildung von neuen Kontakten zwischen Nervenzellen im Rahmen der Gedächtnisbildung erforderlich sind. Zu den zahlreichen geplanten Arbeiten gehören auch technische Analysen, z. B. von natürlichen und synthetischen Faserstoffen oder von Klärschlämmen. Solche Anwendungsmöglichkeiten können auch für Firmen und industrielle Unternehmen aus dem Gießener Umfeld von Interesse sein. Durch seine raffinierte Technologie kann das Elektronenmikroskop nämlich nicht nur Bilder erstellen, sondern auch Metallkonzentrationen und -verteilungen messen und digital dokumentieren.

Am 7. Dezember ist es nun soweit: Das imposante Forschungsgerät wird vom Präsidenten der Justus-Liebig-Universität, Prof. Dr. Stefan Hormuth, seiner Bestimmung übergeben. Aus diesem Anlass können auch Pressevertreter einen Blick in die faszinierende Welt der Nano- Strukturen wagen und sich von der Bedeutung des neuen Transmissionselektronenmikroskops für den Forschungsstandort Gießen überzeugen. (Digitalisierte Bilder werden auf Wunsch zur Verfügung gestellt.)

Kontakt:

Prof. Dr. Rupert Schmidt
Leiter der ZBB
Tel.: 0641/99-16500
Dr. Martin Hardt
Tel.: 0641/99-16503
Fax: 0641/99-16509
E-Mail: Rupert.Schmidt@strz.uni-giessen.de

Christel Lauterbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/

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