Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Biorefinica 2004": Nachwachsende Rohstoffe als Antrieb für die Zukunft

27.10.2004


Internationales Symposium zum Thema "Bioraffinerien" - Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft - DBU fördert mit rund 40.000 Euro

Joghurtbecher oder Plastikfolien aus Grünabfall? Keine Zukunftsvision, sondern schon Wirklichkeit. "Biomasse" lautet das Schlüsselwort, denn aus Pflanzen, Getreide, Holz und auch Kompost können in sogenannten Bioraffinerien unter anderem Grundstoffe für biologisch abbaubare Kunststoffe hergestellt werden. So werden in der Chemie ähnlich wie in der Energiebranche mittlerweile immer öfter erneuerbare Einsatzstoffe verwendet. Im Rahmen des Internationalen Symposiums "Biorefinica 2004" im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück wird seit heute eine Bestandsaufnahme gemacht. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stehen die Möglichkeiten und Anforderungen für den Aufbau von Bioraffinerien. Das Forschungsinstitut BIOPOS, die DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die DBU haben Vetreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft eingeladen, um zu diskutieren, wie nachwachsende Rohstoffe nachhaltig industriell und industrienah genutzt werden können. Die DBU unterstützt das Symposium mit rund 40.000 Euro.

In Raffinerien werden auf Grundlage eines einzelnen Rohstoffes, zum Beispiel Erdöl, viele verschiedene, aber exakt bestimmte Grundstoffe für die Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie gewonnen. Mit Hilfe von sogenannten Bioraffinerien sollen zukünftig die gleichen Produkte hergestellt werden - aus Biomasse. Sie kann aus nachwachsenden Rohstoffen wie Grünpflanzen, Getreide oder Holz, aber auch aus haushaltsüblichem Biomüll sowie Rest- und Abfallstoffen der Lebensmittelproduktion bestehen. Der entscheidende Vorteil: das Erdöl-, Erdgas- und Kohlevorkommen auf der Welt ist begrenzt, biologische Rohstoffe aber wachsen beständig nach und können zudem gezielt für die Verarbeitung in Bioraffinerien großflächig angebaut werden.

Beim Internationalen Symposium "Biorefinica 2004" in Osnabrück setzen sich rund 140 Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft mit der Frage auseinander, welche Voraussetzungen für die nachhaltige Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen nötig sind und wie eine gezielte Verarbeitung in Bioraffinerien verwirklicht werden kann. Neben einer Bestandsaufnahme der deutschen Aktivitäten auf diesem Gebiet werden die Chancen und Erfordernisse für diese nachhaltige Stoffwirtschaft in Europa diskutiert.

"Wir unterstützen die Entwicklung zu einer nachhaltigen Chemie- und Stoffwirtschaft schon seit mehreren Jahren und werden dies auch in Zukunft tun", sagte Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Leiter der Abteilung "Umweltforschung und Naturschutz" der DBU, heute bei der Eröffnung des Symposiums. Denn die weitgehende Ablösung erdölbasierter Produkte durch nachwachsende Rohstoffe sei eine innovative und ökologisch sinnvolle Alternative.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Bioraffinerie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie