Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Sprung von der virtuellen Welt in die reale Produktion - "Experimentier- und Digitalfabrik" öffnet ihre Pforten

20.10.2004


"Experimentier- und Digitalfabrik" verbindet anschaulich industrielle Forschung und studentische Ausbildung

Am 21. Oktober 2004 öffnet an der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der Technischen Universität Chemnitz die neue "Experimentier- und Digitalfabrik" erstmals ihre Türen. Im Rahmen der Tagung "Forschung rund ums Automobil" wird ab ca. 17 Uhr im Universitätsteil Erfenschlager Straße 73, Haus D, die erste Ausbaustufe dieser Fabrik in Betrieb genommen. Insgesamt werden reichlich ein halbe Million Euro in die Errichtung der gesamten Fabrik investiert, die mit Mitteln des Bundes, des Freistaates Sachsen und der Industrie gefördert wird. Unterstützung erhält die Chemnitzer Universität von Firmen aus der Region, wie der Volkswagen Sachsen GmbH, der USK Sondermaschinen GmbH, der SITEC Industrietechnologie GmbH, der Siemens Elektroanlagen GmbH und der Hiersemann Prozessautomation GmbH, die das komplexe Steuerungskonzept erarbeitet hat.

Die neue "Experimentier- und Digitalfabrik" soll mehrere moderne fördertechnische Anlagen in einem so genannten Experimentier- Center verbinden, die im wenige Meter daneben angesiedelten Digital-Center virtuell im Rechner abgebildet werden können. "In unserer Minifabrik werden produktionslogistische Abläufe digital geplant und simuliert sowie im Anschluss in einer realen Produktion bzw. Montage realisiert", berichtet Prof. Dr. Egon Müller, unter dessen Regie die neue Fabrik auf- und ausgebaut wird. Besonders die Übergabeschnittstellen zwischen verschiedenen logistischen Anlagen, wie Elektrohängebahn, fahrerlosem Transportsystem, Elektrotragbahn, Hochregallager und Rollenbahnen sowie Fertigungs- und Montageanlagen und ihre Steuerung lassen sich in Zukunft praxisnah demonstrieren und erforschen. Studenten der Studiengänge Maschinenbau/Produktionstechnik, Systems Engineering und Wirtschaftsingenieurwesen können hier Förder- und Produktionstechnik wie in einem realen Wirtschaftsunternehmen steuern und in einer virtuellen Welt abbilden.

Forschungsseitig wird mit der "Experimentier- und Digitalfabrik" eine enge Verbindung zum Bereich der virtuellen Produkt- und Prozessentwicklung angestrebt. So wollen die Wissenschaftler um Prof. Müller eng mit den Mitarbeitern des im September eröffneten "Virtual Reality Center Production Engineering" an der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz sowie mit Industriepartner zusammenarbeiten. Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen können in der "Experimentier- und Digitalfabrik" ihre neuen Produktionskonzepte und Logistiklösungen testen.

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme, Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb, Erfenschlager Str. 73, 09107 Chemnitz, Dr. Thomas Gäse, Telefon (03 71) 5 31 - 53 13, Fax (03 71) 5 31 - 53 27, E-Mail t.gaese@mb.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Digitalfabrik Engineering Fabrikbetrieb

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise