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Fachtagung mikrotechnische thermische Sensoren

13.10.2004


Heiße Sache: Sensoren, die mit Wärme messen - ­ europäische Fachtagung am HSG-IMIT und Präsentation auf der Weltleitmesse der Elektronik

Temperaturen sind in der Physik eine praktische Sache. Man kann sie relativ einfach messen. Das Institut für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft (HSG-IMIT) in Villingen-Schwenningen nutzt Temperatureffekte, um mit neuartigen Mikrosensoren Strömungen, Neigung und Feuchtigkeit mit äußerster Präzision zu messen. Die Einsatzgebiete solcher thermischen Sensoren sind vielfältig und reichen vom Auto bis zum menschlichen Körper. Die Industrie könnte sie in einer Fülle innovativer Produkte verwenden.

Auf einer europäischen Fachtagung berichtet das HSG-IMIT erstmals umfassend über die Technologie der mikrotechnischen thermischen Sensoren. Sie findet am Donnerstag, 21. Oktober, ab 9.30 Uhr im Institut statt. Veranstalter ist das HSG-IMIT angesiedelte europäische Liquid Handling Competence Centre (LICOM). Interessierte Unternehmen können sich [hier] anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das HSG-IMIT stellt seine neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der thermischen Sensorik ­ einen Taupunkt- und einen Strömungssensor ­ demnächst auch auf der electronica vor. Die Weltleitmesse der Elektronik findet vom 9. bis 12. November in München statt. Das HSG-IMIT präsentiert sich gemeinsam mit dem AMA Fachverband Sensorik (Halle A3 Stand 137).

Mit der Entwicklung des thermischen Taupunktsensors läutet das Institut ein neues Kapitel in der Feuchtemessung ein. Die Herstellungskosten liegen ca. 90 Prozent unter denen vergleichbarer Präzisions-Taupunktsensoren. Der langzeitstabile Mikrosensor passt in einen Streichholzkopf und misst auch in Grenzsituationen exakter als viele herkömmliche Sensoren. Die Ansprechzeit liegt derzeit unter 10 Sekunden. Das HSG-IMIT hält eine Reaktionszeit im Bereich von Millisekunden für möglich. Außerdem kann der thermische Taupunktsensor sich selbst testen und kalibrieren.

Das HSG-IMIT sieht Anwendungsmöglichkeiten vorrangig in der Industrie, Anlagen- und Gebäudetechnik, aber auch in der Fahrzeug-, Medizin-, Verfahrens- und Biotechnik. Um den Sensor serienreif zu machen, sucht das Institut Partner für die weitere Anwendungsentwicklung.

Peter Josef Jeuk | HSG-IMIT
Weitere Informationen:
http://www.licom.net/workshop
http://www.hsg-imit.de

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