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2. Weltkongress für Regenerative Medizin im Mai 2005 in Leipzig / ’’Verzicht auf embryonale Stammzellen’’

12.10.2004


In Leipzig findet vom der 2. Weltkongress für Regenerative Medizin statt. In den nächsten Jahren wird der Kongress mit einer Kooperation zwischen den Städten Boston, Peking und Leipzig weiter ausgebaut. "Der erste Kongress im Herbst 2003 hat eine sehr positive Resonanz hervor gerufen. 2005 werden wir dieses internationale Treffen noch innovativer, internationaler und interdisziplinärer ausrichten", so Tagungspräsident Prof. Dr. Augustinus Bader.



Zum Kongress werden circa 1.000 Wissenschaftler aus über 30 Ländern erwartet. "Die Regenerative Medizin wird unser Leben stark verändern. Wir werden heilen, also den Körper wieder so herstellen, wie er vor der Erkrankung war. Das ist deutlich mehr als die Beendigung von Krankheiten und Bekämpfung ihrer Folgen, wie wir sie heute praktizieren." Diese neue biomedizinische Disziplin nutzt die Selbstheilungskräfte von Stammzellen für die Regeneration von Organen und Geweben. Prof. Bader ist Sprecher der wissenschaftlichen Beirates der Internationalen Stiftung Regenerative Medizin (gGmbH) und Initiator des Kongresses. Seine Professur am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig wurde im Rahmen der sächsischen Biotech-Offensive neu geschaffen.

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Organersatz aus eigenen Zellen, beschleunigte Selbstheilung und individuelle Wachstumsfaktoren

Die Themenschwerpunkte umfassen die Regeneration nach der Organ- und Gewebetransplantation sowie die Regeneration des Skeletts und der Muskulatur. Die Bildung eines nationalen und europäischen Clusters für Regenerative Medizin wurde in Leipzig beschlossen. Drei wesentliche Strategien werden aktuell in der Regenerativen Medizin erforscht: Der Aufbau von Ersatzorganen aus Stammzellen des jeweiligen Patienten; die Verlagerung von Körperfunktionen in Bioreaktoren mit entsprechenden Stammzell-Pools, um durch Entlastung den jeweiligen Organen Kraft zur Selbstheilung zu geben sowie die Gewinnung und der Einsatz spezieller Wachstumsfaktoren zur Stimulierung der Selbstheilung. Geschädigte Gewebe und Organe, etwa Herzklappen oder Leber, sollen schnell und originär geheilt werden und zu Kosteneinsparungen im Sozialsystem führen. Verwendet werden adulte Stammzellen, die in allen Organen Erwachsener zu finden sind. Damit stellt die Regenerative Medizin eine ethisch unbedenkliche Alternative zur Nutzung embryonaler Stammzellen dar. Angewendet werden diese Methoden bei der Wiederherstellung von Knochen und Knorpeln, Haut und - in der klinischen Erprobung - von einzelnen inneren Organen. Die Behandlung ist jeweils so aufgebaut, dass sie vollständig vom zuständigen Arzt durchgeführt wird.

Ein realistisches Szenario behandelt die alternative zur Xeno-Transplantation etwa einer Spender-Leber nach schwerer Schädigung. So ließen sich Leberstammzellen gewinnen und vermehren. In einem Bioreaktor übernehmen sie die Funktion der Leber. Durch diese Entlastung des Organs und mit Hilfe von Stammzellen sowie Wachstumsfaktoren wird die Selbstheilung der körpereigenen Leber stimuliert. Die therapeutischen Möglichkeiten sind vielfältig. Von besonderem Interesse sind aber auch die Potenziale zur Kosteneinsparung im Medizinbereich, wenn etwa lebenslange Behandlungen entfallen.

Über den 2. Weltkongress für Regenerative Medizin

Das wissenschaftliche Programm der Tagung spiegelt das breite Spektrum der wissenschaftlichen Ansätze in der Regenerativen Medizin wider. Die Themenschwerpunkte reichen von technischen Fragen - wie der Entwicklung in Bioreaktoren für Gewebezüchtung über Regeneration von erschiedenen Gewebetypen und die Kommunikation der Zellen - bis zur Zukunft der Regenerativen Medizin. Ethische und rechtliche Fragen werden in die Tagung ebenfalls einbezogen. Für die Integration von Medizin und Biotechnologie in der Regenerativen Medizin ist das Zusammenspiel von Medizintechnik, Zellbiologie und Pharmazie sowie das Verstehen der Mechanismen der Geweberegeneration unverzichtbar. Teilnehmer werden deshalb Vertreter aller relevanten Bereiche sein: der Medizin, der Technik, der Biotechnologie und der Pharmaindustrie. Veranstaltet wird er von der Internationalen Stiftung für Regenerative Medizin gGmbH, die ihren Sitz bei Leipzig hat.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Augustinus Bader
Telefon: 0341 97-31350
E-Mail: augustinus.bader@bbz.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.regmed.org
http://www.uni-leipzig.de

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