Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Symposium "Europa 2004 neue Perspektiven für eine Umweltunion"

27.09.2004


Bioabfall in Polen soll umweltschonend wiederverwertet werden - Expertenhilfe aus Deutschland - Über 100.000 Euro Förderung von der DBU

... mehr zu:
»Bioabfall »Umweltunion

In Deutschland gehört sie zum Alltag: Mülltrennung. Das Sortieren und Wiederverwerten der Abfälle schont die Umwelt und ist in der Europäischen Union (EU) Standard. Eigentlich. Denn in den neuen EU-Ländern besteht hier Nachholbedarf. Beispiel Polen: dort wird bislang der größte Teil der biologischen Abfälle auf Deponien entsorgt. Dabei ließe sich über die Hälfte dieses Bio-Mülls wiederverwerten, etwa als natürlicher Dünger. Für einen umweltfreundlicheren Umgang mit Müll in Polen will nun ein deutsch-polnisches Konzept sorgen, dessen Entwicklung die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit über 100.000 Euro unterstützt hat. "Weil Umweltschutz nicht an Grenzen halt macht, müssen wir Fachwissen austauschen", so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Der europaweite Wissenstransfer ist auch Thema des internationalen Symposiums "Europa 2004 - neue Perspektiven für eine Umweltunion", das vom 27. bis 29. September im DBU-Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) in Osnabrück stattfindet.

Weil Abfälle Boden, Wasser und Luft belasten können, sind sie ein grenzübergreifendes Problem. Um im Nachbarland Polen in der Abfallwirtschaft schnell für europäische Standards zu sorgen, hat die Firma ICU-Ingenieurconsulting Umwelt und Bau (Berlin) gemeinsam mit der Technischen Universität Braunschweig und der polnischen Universität Opole (Oppeln) ein Konzept für Bioabfall entwickelt. Der wichtigste Punkt: der Müll sollte gründlicher getrennt werden. "Eine gute Sortierung ist die Voraussetzung für Wiederverwertung", sagt Brickwedde. "Aus Bioabfall kann nur dann Kompost werden, wenn er frei von Gift- und Fremdstoffen wie Glas ist." Auf polnischer Seite verfolge man diese Ziele engagiert.


Zurzeit sind in Polen etwa zehn große Hausmüll-Kompostwerke in Betrieb, die in die Studie einbezogen wurden. "Die Stärke des Konzepts liegt in der genauen Kenntnis der Lage vor Ort", so Brickwedde. "Es verbindet praktikable Verbesserungsvorschläge mit einer Beratung der polnischen Behörden und Fachkräfte." Die Umsetzung des Konzepts könne die Umweltbelastung durch Abfall in Polen und der EU deutlich verringern.

Die Herausforderungen des grenzübergreifenden Umweltschutzes stehen auch im Mittelpunkt des internationalen Symposiums "Europa 2004 - neue Perspektiven für eine europäische Umweltunion" vom 27. bis 29. September in Osnabrück. Schwerpunkt der Tagung, die in Kooperation mit dem Internationalen Dialogzentrum Umwelt und Entwicklung (IDCED, Magdeburg) stattfindet, ist die internationale Zusammenarbeit in der Wasser- und Energiewirtschaft. Zu dem Symposium werden die Umweltminister aus acht neuen EU-Mitgliedsstaaten erwartet.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de
http://www.idced.net/de/veranst01.html
http://www.icu-berlin.de

Weitere Berichte zu: Bioabfall Umweltunion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017
17.01.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

nachricht Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge
17.01.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau