Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftssommer: Technik erleben

21.09.2004


Forschen und arbeiten in virtuellen Welten.


Kickende Roboter, virtuelle Welten und Fantasiemaschinen, die ächzen stöhnen und knattern - in Ausstellungen, Vorträgen, Filmen und Diskussionen geben Forscher beim Wissenschaftssommer in Stuttgart (25. 9.-1.10.2004) einen Einblick in ihre Arbeiten. Der Wissenschaftssommer ist der Höhepunkt des Jahres der Technik.


Ächz, Knatter, Stöhn, Tut, Tut - mit lautem Getöse wird der Wissenschaftssommer am 25. September um 12.30 Uhr eröffnet. In einer Live-Sendung präsentiert der Tigerenten Club eine riesige Fantasiemaschine. Mehr als 100 Jungen und Mädchen haben an fünf Mitmach-Baustellen diese fantastische Weckmaschine gebaut. Eine der Baustellen war das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg. Dort haben die Mini-Ingenieure ein Wochenende lang konstruiert, gehämmert, gebohrt und geschraubt, um verschiedene Module für die Fantasiemaschine herzustellen. Ausgedacht hat sich die Aktion die Initiative "Wissenschaft im Dialog" gemeinsam mit dem Tigerenten Club des Südwestrundfunks. Ziel der Mitmach-Aktion ist es, Kinder für Technik und Naturwissenschaften zu interessieren.

Roboter - Helfer im Alltag


Interesse und Begeisterung für Technik und Wissenschaft wollen die Forscher mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen wecken. Zum Beispiel mit der Ausstellung "Roboter - wichtige Helfer in Industrie und Haushalt". Die stählernen Gesellen sind heute in vielen Bereichen der Industrie nicht mehr wegzudenken. Die Roboter erledigen schwere, eintönige und gefährliche Arbeiten ohne zu murren. Aber auch im Haushalt sollen die Helfer dem Menschen lästige Arbeiten wie staubsaugen oder Fenster putzen abnehmen. In der kleinen Schalterhalle des Stuttgarter Bahnhofs zeigen Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA verschiedene Entwicklungen und Ideen. Schon jetzt beweisen Roboter, dass sie zu mehr taugen als zur Fließbandarbeit. So führt zum Beispiel die Roboterdame MONA interessierte Kunden durch einen Autosalon. Und im Museum für Kommunikation in Berlin sind drei mobile Roboter die Hauptattraktion. Die Robbies begrüßen die Besucher, informieren sie über die Ausstellung und spielen mit Kindern Ball. Wie solche autonomen, mobilen Serviceroboter funktionieren, wird in einem Vortrag erklärt.

Doch Roboter können nicht nur schwere Lasten tragen, staubsaugen oder durchs Museum führen. Die Automaten können sogar Fußball spielen. Das ist beim RoboCup-Turnier auf dem Schlossplatz zu sehen. Dort zeigen die Robbies ihre Fertigkeiten am Ball. Mit dabei auch das gemeinsame Team des Fraunhofer-Instituts für Autonome Intelligente Systeme AIS und der Fachhochschule Rhein-Sieg. Doch was hat Fußball mit Forschung zu tun? Mit den speziell entwickelten Fußball-Robotern überprüfen die Wissenschaftler ihre Forschungsfortschritte. Die lernfähigen Robotersysteme zeigen Perspektiven für zukünftige Anwendungen auf. Außerdem sind sie eine attraktive Plattform für die Ausbildung an Schulen, Universitäten und in Industriebetrieben.

Forschen und arbeiten in virtuellen Welten

Simulation, Animation, virtuelle und erweiterte Realität haben den Arbeitsalltag von Forschern und Ingenieuren verändert. Welche Möglichkeiten der Einsatz der modernen Computertechnik eröffnen, zeigt die Ausstellung "Virtuelle und digitale Welten - Engineering von morgen". Die Besucher erfahren wie Kraftwerke, Flugzeuge oder gar ganze Fabriken im Rechner entstehen. In Multimedia-Shows werden Themen wie digitaler Planungstisch, Datenhandschuhe oder 3D-Scanner zur Digitalisierung realer Objekte vorgestellt.

Dies sind nur einige der zahlreichen Attraktionen des Wissenschaftssommers. In vielfältigen weiteren Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionsrunden sowie der langen Nacht der Wissenschaft (25.9.) können sich Besucher über die Arbeit der Forscher informieren und mit ihnen ins Gespräch kommen. An der vom "Wissenschaft im Dialog" organisierten Veranstaltung beteiligen sich Wissenschaftsorganisationen - darunter zahlreiche Fraunhofer-Institute - Unternehmen, Universitäten und Organisationen.

Das ausführliche Programm des Wissenschaftssommers finden Sie unter dem angegebenen Link im Internet.

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/Images/Programm-Wissenschaftssommer_tcm5-10477.pdf
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Fantasiemaschine Wissenschaftssommer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise